Ausgegrenzt – Pflege von „schwierigen“ Senioren

Der liebevolle Umgang mit Bewohnern und Klienten ist für Pflegekräfte eine Selbstverständlichkeit. Beim freundlichen Großmütterchen mit der Pralinenschachtel auf dem Wohnzimmertisch ist das einfach. Aber auch dauerschreiende Demenzpatienten, Suchtkranke, aggressive Grapscher oder Psychiatriepatienten haben das Recht auf eine professionelle Versorgung. Und auf ein Lächeln, selbst wenn es schwerfällt.

Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps. Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

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Standard "Pflege von Senioren mit einer Hypochondrischen Störung"
Version 1.05 - 2017
Stand: 3. November 2017
Titelthema: 6. November 2017
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Standard "Demenz / Schreien mit unbekannter Ursache"
Version 2.05 - 2017
Stand: 3. November 2017
Titelthema: 6. November 2017
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15 Gedanken zu “Ausgegrenzt – Pflege von „schwierigen“ Senioren

  1. Big M.

    In der Diskussion um die Hypochonder kommt mir ein Aspekt etwas zur kurz. Nicht jeder "Hypochonder" ist wirklich psychisch krank. Es gibt mindestens ebenso viele bewusste Simulanten, für die das Kranksein Teil der Tagesgestaltung ist. Leider sehr erfolgreich. Während man diese "Jammerlappen" bemitleidet und bemuttert, kommen andere Senioren zu kurz, denen es vielleicht viel dreckiger geht, die aber die Zähne zusammenbeißen.

    Antwort
  2. Frieda

    Zu "Schreien" :

    Man könnte es ja auch mit "interaktiven Spielzeugen" versuchen.
    Das gibt so Püschviecher oder Puppen, die auf Geräusche akustisch und/oder motorisch reagieren. Manche sogar "selbstlernend".
    Ich habe gelesen, dass man in Japan damit in der Pflege experimentiert.

    Antwort
    1. Martin

      Ja, oder Plan B:

      Wir nehmen etwas Geld in die Hand und machen eine menschenwürdige Pflege mit rechten Menschen statt mit einem Blech-Frankenstein.

      Antwort
  3. dicke Bertha

    Einen Grapscher anlächeln? Ich nicht. Wer mir an den Hintern fasst, bekommt was auf die Finger. Dement oder nicht. Bei zweiten Mal streich ich den von meiner Tour. Scheißegal. Wenn der AG Streß macht, soll er sich eine Neue suchen. Ich finde schneller einen Job als der Chef neues Personal.

    Antwort
    1. Frieda

      Moin dB !

      Wo Du recht hast, hast Du recht.
      Das Elend ist bloss, dass es zu wenige Männer im Pflegeberuf gibt.
      Wir haben schon einige "Wanderpokale" von anderen Pflegediensten bekommen, und unser Pfleger hat dann unter der Entzugsymptomatk der Herren zu leiden 😉

      Antwort
      1. Anonymous

        Fairerweise muss man sagen, dass auch schwule Männer alt und dement werden können. Die werden dann natürlich nicht bei den Mädels zudringlich, sondern bei den Kerls.

        Frag mal die Assistenten von Kevin Spacey! :-))

        Antwort
        1. Anonymous

          Und auch die alten Damen sind nicht immer ohne Fehl und Tadel.
          Ich erinnere mich an eine, die gerne fragte, wer nachts Rufdienst hat. Und wenn ihr Lieblingspfleger dran war, ist gaaanz zufällig ihr transuretraler DK rausgeflutscht (Ch 24, Latex, 10 ml Block). ?!?

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    2. "Alte Pflegerin"

      Hallo Berta,
      gegen einen "Anschiß" habe ich nichts einzuwenden und der darf ruhig resolut sein, aber "was auf die Finger" darf nicht sein! Du musst dir in der Pflege nicht alles gefallen lassen, aber körperliche Züchtigung von Schutzbefohlenen geht gar nicht. Hier muss ein Gespräch mit der PDL her und dann Maßnahmen ergriffen werden, ob ein anderer Mitarbeiter hingeht, oder zu zweit die Versorgung stattfindet da gibt es Lösungen die man gemeinsam findet, Angehörige die zur Versorgung anwesend sind etc.
      Jobwechsel ist keine Lösung, man kann nicht immer wenn es schwierig wird abhauen.
      Liebe Grüße eure "Alte Pflegerin"

      Antwort
      1. Anonymous

        Moin "Alte Pflegerin" !
        Was die "körperliche Züchtigung" anbelangt, hast Du absolut recht.
        Dank der oft gänzlich fehlenden Unterstützung durch die PDL und GF kann ich aber auch Berthas Standpunkt nachvollziehen, dann "das Bündel zu packen". "Stell´Dich nicht so an!" ist oft nur das harmloseste, was Du von oben zu hören bekommst.

        Antwort
        1. "Alte Pflegerin"

          Das ist dann von hoher Stelle sehr unprofessionell.
          Ich muss die Ängste meiner Mitarbeiter ernst nehmen, dazu gehört sich nicht lustig machen, sondern adäquat unterstützen und helfen.
          Sehr traurig und nicht nachvollziehbar für mich als Leitung.
          Liebe Grüße die "Alte Pflegerin"

          Antwort

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