Dekubitus

Immer bessere Wundauflagen erhöhen die Chance, selbst chronifizierte Hautdefekte zur Abheilung zu bringen. Gleichzeitig jedoch wecken diese vermeintlichen "Wundermittel" Begehrlichkeiten. Allzu schnell geraten Pflegekräfte in Erklärungsnöte, wenn sich ein Dekubitus wider Erwarten doch nicht erfolgreich therapieren lässt. Wir zeigen, wie eine moderne Wundversorgung funktioniert und wie sie im QM-Handbuch abgebildet werden muss.

Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps. Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

  • Die Diskussionsbeiträge sind nach Aktualität von oben nach unten sortiert. Die neuesten Anworten erscheinen also oben.
  • Sie können auf Wunsch auch anonym auf diesen Beitrag antworten. Lassen Sie - falls gewünscht - die Felder "Name" und "E-Mail-Adresse" frei.

Standardmaßnahmenplan "Hydrofaser-Wundauflagen"
Version 2.05a - 2017
Stand: 2. April 2017
Titelthema: 3. April 2017
Zum Artikel

Standardpflegeplan "Hydrokapillarverband"
Version 1.05 - 2017
Stand: 2. April 2017
Titelthema: 3. April 2017
Zum Artikel

5 Gedanken zu “Dekubitus

  1. Alte Pflegerin

    In Berlin haben wir Wundsprechstunden ambulant im Klinikum, das wäre dann vielleicht auch noch eine Option. Da kann der Betroffene mit Ersttermin hin und wird dann von dort entweder weiterterminiert oder mit VW Empfehlung zur weiteren Behandlung zum HA geschickt, der komischerweise sich dann auch plötzlich an die Empfehlung hält.
    Liebe Grüße "Alte Pflegerin"

    Antwort
  2. Anonymous

    Mich wurmt immer noch die Einstellung, dass jeder Dekubitus ein Pflegefehler ist. Bei vielen Bewohnern liegen so schwere Grunderkrankungen vor, dass sich ein Druckgeschwür manchmal nicht abwenden lässt. Viele Senioren akzeptieren das dauernde Umlagern auch nicht und drehen sich immer wieder auf ihre Lieblingsseite.

    Antwort
    1. Bibo

      Mit einer soliden Doku kannst Du das auch für Gericht nachweisen. Man kann den Bw nicht zu seinem Glück zwingen. Aber man kann sich soweit absichern, dass einem die KK vor Gericht nicht an die Karre fahren.

      Antwort
  3. BigM

    Die beste Wundauflage nützt nichts, wenn der Arzt sie nicht verschreibt. Weil das Budget (leider!, leider!) diesmal nur für Fettgaze reicht. 🙁

    Antwort
    1. Anonymous

      Da hilft oft nur "Druck und Dosenbrot":
      - Erste Maßnahme: Pfl. Wundexperten (extern) draufschauen lassen.
      Der kann ja mal nachverhandeln. Bringt das nichts:
      - Zweite Maßnahme: Überweisung (chir) holen.
      Die haben ein ganz anderes "Bütjeh". Klappt das auch nicht:
      - Dritte Maßnahme: Notfall "konstruieren".
      Es gibt ja auch Mittwochnachmittage wo es dem Bewohner/Patienten üüüüberhaupt nicht gut geht. Der Bereitschaftsarzt wird i.d.R. einweisen.
      Wenn man Glück hat, kommt der Kunde mit einer vernünftigen Dekubitusversorgung aus der Klinik zurück. Wenn man Pech hat, mit weiteren Dekubiti. Fazit: Maßnahme/Option 3 empfiehlt sich nur, wenn die Klinik "vertrauenswürdig" ist. 🙁

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.