Die Tricks der Pflegeprofis

Nach 20 oder mehr Jahren im Job verfügen Pflegekräfte über eine immense Praxiserfahrung. Sie kennen zahllose kleine Tricks und Kniffe, die in keinem Nachschlagewerk stehen und in keinem Lehrplan gelistet sind. Unsere Standards kombinieren diesen Erfahrungsschatz mit dem offiziellen Schulbuchwissen. Neu in dieser Woche:

Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps. Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

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Standard "Finger- und Fußnagelpflege"
Version 2.05c - 2017
Stand: 14. April 2017
Titelthema: 18. April 2017
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Standard "Ohrspülung""
Version 1.05 - 2017
Stand: 14. April 2017
Titelthema: 18. April 2017
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9 Gedanken zu “Die Tricks der Pflegeprofis

  1. Frieda

    Halbe Tablette = Halbes Geld !

    Häufige Beispiele: "Metformin" und "Levetiracetam"

    Der Patient/Bewohner bekommt 2 x tgl. 500 mg verordnet.
    Wenn nichts dagegen spricht, bestelle ich ein Rezept über 1000 mg Tbl. und den Mediplan mit 2 x tgl. 0,5 Tbl.
    - Ist der Bewohner/Patient nicht vom "Eigenanteil" befreit, ist das bares Geld.
    - Dem "Bütjeh" des Doktors dürfte das auch schmecken.
    Und was habe ich davon?
    - Ich brauche nur noch halb so oft Rezepte nachbestellen!

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  2. Frieda

    St. "Umgang mit Haustürschlüsseln in der ambulanten Pflege"

    Klar! Der Name des Pflegekunden darf nicht auf dem Schlüsselanhänger stehen.
    Aber das Nummerieren hat sich bei uns als unpraktisch erwiesen.
    Dann muss ja jeder Mitarbeiter die Decodierliste mit sich führen, und/oder die Schlüsselnummer muss mit auf den Tourenplan.
    - Geht gar nicht! -
    Wir sind dazu übergegangen, einen Buchstabencode zu verwenden:
    Bestimmte Buchstaben des Vor- und Zunamens des Pflegekunden in definierter Reihenfolge.
    Klingt in Schriftform kompliziert, ist aber in der Praxis total einfach zu begreifen.
    Effekt: Keine zusätzliche Liste und der unehrliche Finder kann damit nichts anfangen.

    Antwort
  3. Frieda

    St. "Haarwäsche am Waschbecken" (ambulante Pflege)

    Unsortierte Gedanken:

    Manche "Badezimmer" sind schon ... recht beengt. Als man damals die Plattenbauten in Ost und West hochzog, dachte man nicht einmal im Traum daran, dass eigene Waschmaschinen, Katzenklos oder gar Trockner in einer Mietwohnung Einzug halten könnten.
    Die Haarwäsche in der Küche durchzuführen, ist eine probate Alternative.

    Sowohl in Bad, als auch in der Küche können Unterschränke stören.
    - "Macht auf die Tür, das Tor macht weit"- für mehr Beinfreiheit.

    Eng ist es eh. Wenn der Patient zudem - warum auch immer - unruhig ist, kann man die Armatur/den Wasserhahn mit einem Handtuch umwickeln, um Verletzungen zu vermeiden.

    Womöglich lässt sich der Duschschlauch der Badewannenarmatur tauschen oder verlängern. Dann kann man sich den "schöpferischen Akt" mit dem Krug am Waschbecken schenken.

    Es gibt Waschbecken- oder Küchenarmaturen mit herausziehbarem Duschkopf.

    ~~~ Halt alles eine Geldfrage ~~~ ??? Wohnraumanpassung gem. SGB XI ???

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    1. "Alte Pflegerin"

      Zu Zeiten meiner ambulanten Pflege mit beengtem Bad habe ich auch schon mal einer Klientin einen blauen Müllsack aufgeschnitten und über den Kopf gezogen, das verlängert das Waschbecken. Dann kann man den "schöpferischen Akt" mit dem Krug bequemer und weniger dusch ähnlich vollziehen.*schmunzel*
      In der Hauskrankenpflege muss man erfindungsreich werden.
      Liebe Grüße die "Alte Pflegerin"

      Antwort
  4. Bibo

    Jaja. Die "alten Hasen" erlebe ich jeden Tag. Als die ihren Job gelernt haben, gab es noch prophylaktische Blasenspülungen, Salbenverbände mit Jod sowie Wundbehandlung mit Wasserstoffperoxid. Und der Fön wurde nicht nur für die Dauerwelle genutzt.

    Das wäre ja auch kein Problem, wenn man in den folgenden Jahrzehnten Interesse an Fortbildungen zeigen würde und neue Wissen annähme. Aber leider krankt es genau daran.

    Antwort
    1. Frieda

      Das neue Wissen finde ich ungemein hilfreich.
      Wenn eine zielführende Fortbildung angeboten wird, bin ich die erste die "Hier!" schreit. Flecken vom Rivanol oder Mercurochrom möchte ich auch nie wieder auf der Hose haben.
      Manche alte Praktiken vermisse ich aber schmerzlich: BetaisadonaSalbe 1:1 mit Haushaltszucker gemischt - und die Granulation geht ab wie Nachbar´s Katze. Peroxid in die vereiterte Nagelfalz erspart die orale Antibiose.
      Aber die Pharmabosse wollen ja auch leben. So verstecke ich halt den Erfahrungsschatz im Strumpf. Bei der Sparwut der Kassen sind wir bald wieder da, wo wir vor 37 Jahren waren;)

      Antwort

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