Expertenstandards Schmerz [Update]

Gleich zwei Expertenstandards beschäftigen sich mit dem Thema Schmerz. In der Praxis sind die Grenzen zwischen akuten und chronischen Beschwerden jedoch schwer zu ziehen. Es macht folglich Sinn, beide Expertenstandards "in einem Rutsch" zu implementieren. Sie finden dafür bei uns Standards für alle relevanten Krankheitsbilder, Therapieoptionen und Assessmentinstrumente.

Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps. Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

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Standardmaßnahmenplan "Kopfschmerzen und Migräne"  (neues Strukturmodell)
Version 3.06a - 2017
Stand: 7. Mai 2017
Titelthema: 8. Mai 2017
Zum Artikel

Standardpflegeplan "Kopfschmerzen und Migräne" (AEDL-System)
Version 3.05a - 2017
Stand: 7. Mai 2017
Titelthema: 8. Mai
Zum Artikel

 

22 Gedanken zu “Expertenstandards Schmerz [Update]

  1. Frieda

    @ Standard "Umgang mit Betäubungsmittel"

    - Nachbereitung:
    Wenn Btm (abgelaufen, abgesetzt, unbrauchbar, Bew. verstorben oder waum auch immer) an die Apotheke abgegeben werden, bestehen wir auf dem "Vernichtungsnachweis" oder einer Quittung mit dem Inhalt:
    - Exakte Med.-Bezeichnung und Dosierung
    - Stück- oder ml Anzahl des Btm
    - Name des Bew. oder Patient
    - Verordnender Arzt
    - Abgebende/r Pflegeeinrichtung/Pflegedienst
    - Stempel und Unterschrift der Apotheke
    Diesen Nachweis fügen wir dem Btm-Buch an.

    Antwort
    1. Danke für den Hinweis. Wir nehmen das in den Text auf. (Kann aber ein paar Tage dauern. 🙂 )

      Freundliche Grüße aus Lachendorf

      Johannes Kurth
      Service-Team

      Antwort
  2. Jonas

    Migräne hat häufig keine körperlichen, sondern psychosomatische Auslöser. Entsprechend wichtig finde ich es, dass alternative Heiltechniken berücksichtigt werden. Dazu zählen etwa:

    Heilsteine: Amazonit, Amethyst, Aventurin, Bergkristall sowie Turmalinquarz
    Homöopathie: Chamomilla, Aconitum sowie Coffea
    Feldenkrais usw.

    Diese Techniken zeigen bei vielen Betroffenen eine bessere Wirkung als Schmerzmittel.

    Antwort
    1. Frieda

      ... und nicht nur bei Migräne.

      Auch bei MS, Phantomschmerzen und Tumorpatienten ist es zielführend alle alternativen Optionen auszuloten und ggf. zu kombinieren. (PDCA)
      Den Arzt nach THC zu fragen ist auch allemal besser als sofort bei MST + Movicol zu landen. (Stichwort: Lebensqualität)

      Grundlage ist natürlich immer eine sorgfältige Anamnese, eine exakte Schmerzerfassung und -verlaufsdokumentation und die Evaluation der bisherigen Maßnahmen. Nur so können wir den Arzt - nötigenfalls - von seinen "Scheuklappen" (seiner Verordnungsroutine) abbringen.

      Antwort
      1. Mister M.

        Dope auf Rezept ist so eine Sache. Meistens ist es einfacher, das Grünzeug einfach selbst anzubauen. Zwei oder drei Töpfe reichen für die eigene Schmerzbekämpfung (und den Bedarf der Enkel). 😉

        Man muss den Senioren allerdings erklären, dass im Vergleich zum ostpreußischen "Knatterkraut" der THC-Wert heutiger Saaten deutlich höher ist.

        (Dieser Beitrag kann Ironie enthalten. Ein wenig.)

        Antwort
        1. Frieda

          ... oder deutlich geringer. (der THC-Wert heutiger Saaten)

          Beim Agrar-Hanf kann man ein ganzes Feld abbrennen und riskiert allenfalls eine Rauchvergiftung. Die Hanfsaat, die man im Tierfutterhandel findet, gehört auch zu dieser Sorte.

          Trotzdem ist die Aussaat ohne behördliche Genehmigung strafbar.
          Kommt also nicht auf die Idee so´ne Handvoll über den Zaun zu werfen um den Gartennachbarn zu ärgern oder gar in Verruf zu bringen;)

          Antwort
  3. BigM

    Das tückische an Alzheimer ist, dass es nicht nur die Anamnese von Kopfschmerzen erschwert, sondern selbst auch selbst Kopfschmerzen auslöst. Das führt dann zu depressiven Stimmung, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und Erregungszuständen.

    Und jetzt kann jeder mal raten, was bei Antidementiva ganz oben auf der Liste der Nebenwirkungen steht. Richtig: Noch mehr Kopfschmerzen!

    Antwort
  4. Chefkoch

    Ich finde das Modell der "Pain Nurse" sehr spannend. Das ist ein Fernlehrgang zum Schmerzmanagement in der Pflege. Dauert rund 10 Wochen und kostet rund 500 Euro. Dieses Berufsbild ist bislang vor allem in Krankenhäusern zu finden. Es macht aber auch in der Altenpflege zunehmend Sinn.

    Antwort
    1. Frieda

      Solche "Schmerzexperten" gibt es auch in der ambulanten.
      Das nennt sich dann "Palliativdienst".
      Die arbeiten eng mit der Palliativstation der Klinik oder/oder einem niedergelassenem Facharzt zusammen.
      Wir teilen - gerade bei Ca- oder Finalpflege - gerne und neidlos die Versorgung des Patienten mit den Kollegen. (Vgl. Haus- und Facharzt)

      Dazu bedarf es allerdings der Kooperationsbereitschaft.
      Wenn die GF eines Pflegedienstes den letzten Cent herausholen will und jede Verordnung an sich zieht, haben sowohl der Patient als auch die Pflegekräfte unnötig zu leiden.

      Ob sich eine Pflegeeinrichtung eine Palliativkraft/Schmerzexperten zulegt (inkl. regelmäßiger Auffrischung) oder kooperiert, wird spätestens dann aktuell, wenn der MDK den Finger drauflegt. (Vgl. "Wundexperte")
      "Schmerzverbrechen" sind leider nicht so gut beweisbar wie "Wundverbrechen".

      Für eine Pflegefachkraft ist so ein Brieflein über Schmerzexpertise natürlich ein Goldstück in der Bewerbungsmappe. Egal ob Kranken- oder Altenpflege.
      (Bei dem Palliativdienst, mit dem wir kooperieren, ist beides vertreten.)
      - Auch ein guter Einstieg in die Hospizarbeit. -

      Antwort
  5. Bibo

    Beim Durchblättern der beiden Expertenstandards zu chronisch und zu akuten Schmerzen frage ich mich, ob es wirklich notwendig war, aus dem Thema zwei Expertenstandards zu machen. Den Themenkomplex hätte man problemlos in einem Abwasch erledigen können.

    Antwort
    1. Chefkoch

      Nein. Die Trennung macht schon Sinn. Die Zielsetzung und die Maßnahmen unterscheiden sich erheblich. Zudem sind die akuten Schmerzen für die Altenpflege längst nicht so relevant. Die allermeisten betroffenen Senioren haben chronische Schmerzen.

      Antwort
    1. Bibo

      Die Zeit, die wir durch die entbürakratisierte Doku gespart haben, wird also flott jetzt in diesen Papierkrieg investiert.

      Antwort
      1. Chefkoch

        Wenn bei einer Schmerzpumpe etwas schiefläuft, kann das für den betroffenen Pflegebedürftigen erhebliche Folgen haben. Ich halte daher den Mehraufwand für die Dokumentation durchaus für angebracht.

        Antwort
    1. admin71

      Das ist ein sog. "Sensibilitätsrad nach Wartenberg". Alternativ Nervenrad, Nadelrad, Nadelroller oder Dornenroller. So ein Gerät wird von Ärzten zur Diagnose neurologischer Erkrankungen verwendet.

      Antwort

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