Fragen und Antworten

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90 Gedanken zu “Fragen und Antworten

  1. Ulrike Hauptmann

    Hallo zusammen,
    wir wollen unsere Dokumentation auf Tagesstruktur umstellen. Ich habe damit keinerlei Erfahrungen. Kann mir jemand sagen, wo es dazu entsprechende Fachliteratur bzw. Quellen gibt mit Tipps und Anregungen bezüglich MDK Tauglichkeit?
    Liebe Grüße Ulrike

    Antwort
  2. Feger

    Muss man im stationären Pflegebereich unbedingt eine stellvertretende Pflegedienstleitung vorweisen? Wenn ja, könnte dies nicht auch die Heimleitung (mit entsprechender Weiterbildung zur PDL) übernehmen?

    Antwort
    1. Martin

      Eine stellv. PDL ist natürlich Pflicht. Als Qualifikation ist ein Examen ausreichend.

      Quelle: 100 Fehler bei der MDK-Prüfung und was Sie dagegen tun können
      von Jutta König, Seite 105

      Antwort
      1. Anonymous

        In der ambulanten reicht oft für die stellv.PDL Examen + ... Jahre im Job.
        M.W. ist das in der stationären anders. Da muss sie den PDL-Schein haben.
        Maßgebend ist jeweils die Rahmenvereinbarung - stationäre Pflege - oder - ambulante Pflege - des jeweiligen Bundeslandes.
        Ob die stellv.PDL - rein zufällig - auch noch GF, HL oder sonstwer ist, spielt keine Violine. Sie muss nur "hauptberuflich" und nachweislich (!) im Betrieb arbeiten.

        Antwort
    2. "Alte Pflegerin"

      Hallo Feger,
      ja es reicht, wenn die Heimleitung auch eine Weiterqualifikation zur PDL hat. Dann kann sie ggf. die PDL vertreten.
      Bei uns vertritt auch die PDL die HL und umgekehrt.
      Liebe grüße die "Alte Pflegerin"

      Antwort
  3. Kraina

    Wer kann mir helfen?
    Wir arbeiten in unserer Einrichtung mit der SIS und ich brauche eine Verfahrensanweisung z.B. Körperpflege. In der Vergangenheit habe ich viele Verfahrensanweisungen z.B. Grundpflege Oberkörper, Unterkörper ( am Waschbecken bzw. im Bett) Baden, Duschen , Mundpflege usw. geschrieben. Wenn ich die SIS richtig verstanden habe, brauche ich nur noch eine Verfahrensanweisung " Körperpflege" dazu. Als QB habe ich den Eindruck in der Vergangenheit für den Mülleimer gearbeitet zu haben. Wer hat eine allgemeine Verfahrensanweisung "Körperpflege". Für eine Antwort wäre ich dankbar.
    LG Karina

    Antwort
    1. Martin

      Natürlich kann man die komplette Körperpflege auch in einem einzigen Standard beschreiben, in den dann alles vom Duschen, Baden, Waschen im Bett, Waschen am Waschbecken usw. reingepackt wird. Der Standard wird dann natürlich ziemlich lang und unübersichtlich. Die Inhalte müssen ja so oder so ins QM-Handbuch; Stichwort: "Immer-so-Beweis".

      Da erscheint es mir sinnvoller, Einzelstandards zu nutzen. Die sind besser verständlich und leichter zu administrieren.

      Antwort
    2. Nadine

      Hallo Karina,
      ganz im Gegenteil, diese Verfahrensanweisungen sind jetzt entscheidend da der Einzelnachweis pflegerischer Tätigkeiten nicht mehr geführt werden muss, also das lästige abhacken sämtl. Tätigkeiten. Hier ist ein nachweis über allgemein gültige Verfahren ein muss.
      Wir haben hierzu einen Grundlagenstandard entwickelt.

      Antwort
  4. "Alte Pflegerin"

    Liebes Team,
    ich habe mir ein paar Anregungen von dem Standard Kolostomaversorgung gezogen, kann mir bitte jemand mitteilen, von wann dieser aktuelle Standard ist, damit ich im Quellenverzeichnis ein Datum habe?
    Lieben Dank eure "Alte Pflegerin"

    Antwort
    1. "Alte Pflegerin"

      Ihr Lieben,
      Stück für Stück wurstel ich mich durch die Standards und evaluiere sie. Da mir Eure Seite dabei stets zur Seite steht und ich mir vieles raus nehmen kann, wäre es sehr hilfreich, wenn der aktuelle Stand per Datum immer drunter steht. So muss ich schon wieder nachfragen wegen der Kontrakturprophylaxen.

      Antwort
      1. Bei den etwas neueren Standards steht links oben unter dem Foto die Versionssnummer und das Erstellungsjahr.

        Welcher Standard zur Kontrakturprophylaxe ist denn gemeint? Wir haben 11 Stück davon.

        Antwort
          1. Stimmt. Bei einigen älteren Standards steht nur die Versionssnummer, aber kein Datum. Der Standard "Bewegungsübungen zur Vermeidung von Kontrakturen des Schultergelenks" ist vom Juni 2010.

  5. Chris

    Hallo zusammen, ich habe eine frage bzgl. zur entbürokratisierung der pflegedokumentation. Müssen alltagsbegleiter nach 43b und mitarbeiter der betreuung in der vollstationären pflege noch Einzelleistungsnachweise abzeichnen? Oder greift hier der immer so beweis? Vielen Dank und LG Chris

    Antwort
    1. Frieda

      Das "immer so" bezieht sich nur auf Berichte.
      Die Leistungsnachweise werden ja bei der Kasse eingereicht, damit der Rubel rollt. Nicht abgezeichnet = nicht erbracht = nicht bezahlt. L.G. Frieda

      Antwort
      1. Anonymous

        Hallo Frieda,
        danke Dir. In der stationären Pflege kann tatsächlich auf das abzeichnen von 43 b Leistungen verzichtet werden, wenn die personenorientierten Interessen in der SIS hinterlegt und die Maßnahmen im Plan hinterlegt sind. Ist vom Juristenteam geprüft und in der Kasseler Erklärung etc. benannt.
        LG Chris

        Antwort
  6. Karina

    Wer kann mir helfen.
    Beanstandungen vom MDK wegen fehlender Dokumentation (nachts ) Flüssigkeit/Nahrungsaufnahme. Wie uns allen bekannt ist sollten keine 10 Stunden ohne Flüssigkeit und keine 12 Stunden zwischen der nächsten Nahrungsaufnahme liegen. Wie sollen wir uns verhalten, wenn zwischen der Nahrungsaufnahme mehr als 12 Std. liegen ( Bewohner hat auch ein Recht auf einen ungestörten Schlaf). Laut Heimaufsicht sollen wir allen Bewohnern in der Nacht ca.2 Wochen Essen u. Trinken anbieten u. dokumentieren. Wenn der Bewohner in der Nacht nichts essen möchte, sollen wir nach 2 Wochen Pause erneut Essen anbieten. Wir haben in unserer Einrichtung mit 84 Bewohnern eine rege Diskusion geführt ohne zufriedenstellendes Ergebnis. Sollen wir ein Formular für jeden Bewohner anlegen oder eine Maßnahme "Essen in der Nacht anbieten" erstellen?
    Für eine einfache Lösung wäre ich sehr dankbar.
    LG
    Karina

    Antwort
    1. Big M.

      Ich würde in die Pflegeplanung / Maßnahmenplanung aufnehmen, dass dem Bewohner am späten Abend ein Imbiss angeboten wird, der diesen aber i. d. R. ablehnt. Dann muss man nur noch die Abweichung dokumentieren, wenn also der Bewohner den Snack doch annimmt.

      Antwort
      1. Kraina

        Vielen Dank für die schnelle Antwort. Es ist auch für mich die beste Lösung bei der Maßnahmenplanung. Jetzt brauche ich noch eine Lösung der Flüssigkeitsaufnahme. z.B. bei Bewohner die nicht bilanziert werden. Lt. Heimaufsicht muss bei allen Bewohnen die in der Nacht trinken die Flüssigkeit dokumentiert werden. Auch wenn sie z.B. nur 50 ml trinken. Würde eine Maßnahmenplanung z.B. Bewohner trinkt nachts ca. 50-100 ml in der Nacht ausreichen ? Dann braucht die Nachtwache nur die Abweichung schreiben. Mir fällt gerade keine zufriedenstellende Lösung ein. Ich bin gespannt und freue mich auf eine Antwort.
        LG Karina

        Antwort
        1. Big M.

          Die MDK-Forderung nach Dokumentation ist unberechtigt. Wenn kein erhöhtes Risiko einer Exsikkose vorliegt, ist es nicht notwendig, jedes Wasserglas schriftlich zu erfassen.

          Ansonsten würde ich das abendliche Glas Wasser in die Maßnahmenplanung aufnehmen und dann - tatsächlich - nur die Abweichungen dokumentieren. Genau dafür wurde die entbürokratisierte Pflegedokumentation entwickelt.

          Antwort
    2. Irene

      Wie wäre es mit einer Spätmahlzeit, so ca. 21.00, bei mit war der MDK mit einem Glas Apfelsaftschorle oder Orangensaft zufrieden.
      LG
      Irene

      Antwort
  7. Kraina

    Wer kann mir helfen zum Thema Trinkplan/Bilanzierung führen ?
    In unserer Einrichtung gibt es mit der Einführung der SIS unterschiedliche Meinungen dazu . Früher haben wir bei Bewohnern die deutlich den Richtwert von 1,5 bis 2 Liter am Tag nicht erreicht haben, den Arzt auf die Minimale Trinkmenge befragt. Das heißt , dass wir eine Bilanzierung führen müssen. Seid neusten sagen die Ärzte der Bewohner darf trinken soviel er möchte. Natürlich bin ich auch der Meinung, dass wir unsere Bewohner nicht zum Trinken zwingen können, aber mit der Aussage, sie dürfen trinken so viel sie wollen, kann ich auch nichts anfangen. Der Expertenstandard Mangelernährung hat mir etwas anderes gelehrt. Reicht es, wenn eine Pflegefachkraft bei der SIS -Einschätzung Ernährung eine Exsikkose ausschließ ?? Wozu gibt es Screening und Assessment ? Wäre es sinnvoll einen Standard für unsere Einrichtung zu hinterlegen z.B. 1,5 - 2 Liter am Tag. Wenn der festgelegte Wert deutlich darunter liegt wird der Arzt schriftlich informiert. Wenn der MDK oder die Heimaufsicht zur Prüfung kommen reicht die Dokumentation " lt. Arzt darf der Bewohner trinken soviel er möchte " aus.????
    Zur Zeit bin ich etwas verwirrt.Alles was ich einmal gelernt habe ist nicht mehr richtig. Fehlt mir das Umdenken mit der SIS ?
    Für eine Klärung wäre ich sehr dankbar.
    L:G. und Danke

    Antwort
    1. Big-M.

      Die 1,5-Liter-pro-Tag-Regel sollte eher als grober Richtwert angesehen werden. Manche Menschen sind es gewöhnt, viel zu trinken. Andere Senioren kommen seit ihrer Jugend mit wenig Flüssigkeit aus. Solange keine Anzeichen für eine Dehydratation vorliegen, sollte dieser individuelle Bedarf akzeptiert werden.

      Antwort
    2. Frieda

      Unter SIS hat sich im Prinzip nur die Suche nach den "Baustellen" Deines Bewohners verschlankt.

      - Mit dem Screening stellst Du das Defizit fest.
      - Mit den Assessments klärst Du Umfang und -idealerweise- Ursachen des Defizits.
      - Die Meldung an den Arzt und dessen Antwort wird dokumentiert.

      Aber das reicht weder Dir noch dem MDK ! Also was weiter ?
      - Beratung des Bewohners / dessen Betreuers.
      Hier muss besonders exakt dokumentiert werden:
      - Was wurde beraten ? (Ist-Zustand, Gefahren, Maßnahmenangebot)
      - Reaktionen / Vereinbarungen / Zustimmungen / Ablehnungen / Maßnahmen.
      - Unterschriften der beratenden PFK und des Bewohners / dessen Betreuers.

      Aber dann geht es sogar noch weiter :
      - Im Screening / Assessment MUSST Du ein Kontrolldatum festlegen !
      "Spätestens am .... oder bei Verschlechterung." (Evaluation)
      Zeigt sich hier, dass die Beratung nichts bewirkt hat, geht der Regelkreis von vorne los :
      - Arztinfo
      - Beratung
      - Maßnahmen
      - Kontrolldatum

      Fazit :
      Egal, ob Du mittels SIS oder AEDL die Defizite des Bewohners ermittelst ----
      Der PDCA-Zyklus bleibt Dir erhalten. Solange Du den sorgfältig abarbeitest, kann Dir keiner "an den Karren fahren".
      Bei SIS ist halt die Evaluation des Screenings ein Kernpunkt, der allzu gerne verschludert wird. Ein gefundenes Fressen für den MDK.

      L.G. Frieda

      Antwort
      1. Kraina

        Vielen Dank für deine Antwort. Sie hat mich in meiner Arbeit bestätigt. Ich war ein bisschen gefrustet ,wenn Mitarbeiter sich zufrieden geben wenn der Arzt sagt "der Bewohner darf
        trinken so viel wie er möchte".In der sonstigen ärztl. Verordnung wird diese Aussage dokumentiert. Ich befürchte, dass im Stress viele Pflegekräfte die Anzeichen einer Exsikkose nicht früh genug erkennen.

        LG Karina

        Antwort
        1. Frieda

          Hier ist SIS sogar im Vorteil :
          Der Pflegebericht wird nicht mehr mit belanglosen Pflichteinträgen zugepflastert ("Bew. war für das Wannenbad dankbar").
          Es werden nur noch Auffälligkeiten des Bew. oder Abweichungen vom individuellen Pflegeplan reingeschrieben. Die Bezugs-PFK sieht dann sofort, dass hier Handlungsbedarf besteht. Der Eintrag wird hinterfragt und ggf. geeignete Maßnahmen eingeleitet ("Hr ... erscheint noch desorientierter als bisher. Musste beim Wannenbad häufiger angeleitet werden")...........

          L.G. Frieda

          Antwort
  8. Sabine

    Hallo alle zusammen, bin neu hier im pqsg-Blog und habe gleich mal eine Frage: mache gerade die Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft und sitze an meiner Facharbeit zum Thema Expertenstandard...chronische Schmerzen/Implementierung etc. Kann mir jemand sagen wie viele Expertenstandards im Bundesanzeiger erschienen sind? Nur Mobilität, da nach 2008 erschienen, also nach Einführung des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes? Sind die älteren Exp.St. im Bundesanzeiger nachgerückt? Meiner Recherche zufolge, nein, aber es ist nicht einfach da was zu finden.

    Antwort
    1. BigM

      Gute Frage. Ich würde mich direkt an as DNQP wenden:

      Geschäftsstelle DNQP
      Elke Rausing, Bianca Grams
      Caprivistraße 30 A
      49076 Osnabrück
      Tel.: 0541 969-2004
      Fax: 0541 969-2971
      E-Mail: dnqp@hs-osnabrueck.de

      In der Praxis ist es ja eigentlich völlig wurscht, ob die Expertenstandards im Bundesanzeiger stehen. Der MDK verlangt die Umsetzung. Und zur Vermeidung von Haftungsansprüchen (etwa bei Sturz oder Dekubitus) muss die Implementierung ebenfalls erfolgen.

      Antwort
      1. Anonymous

        @ BigM

        Völlig richtig.
        Schon das Gerücht eines neuen Expertenstandards (Moblität) facht die Neugier des Prüfers an. Vorarbeiten schadet nichts.

        Antwort
      2. Sabine

        Vielen Dank erstmal für die Antworten! Natürlich ist es wurscht wo sie stehen oder nicht, umgesetzt müssen sie werden, klare Sache! Da ich aber diese Facharbeit schreibe und in der Einleitung auf die Hintergründe der Exp.Stand. eingehen muss/möchte, sollte ich das schon wissen, ist ja nicht unwichtig, außerdem interessiert mich das auch persönlich. Außerdem ist ein Exp. Stand. , der im Bundesanzeiger erschienen ist im Sinne des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes verbindlich und zwar in vollem Umfang und nicht nur bei Gutachten und der MDK Begehung

        Antwort
        1. Frieda

          Hhhhmmmm.......

          Ich würde den Bundesanzeiger direkt anfunken.
          Eeeeiiigentlich sollten die wissen, was sie so drucken.

          Hrsg : BM. der Justiz und Verbraucherschutz
          Mohrenstraße 37, 10117 Berlin
          Ansprechpartner für den amtlichen Teil :
          Regierungsamtmann Steffen Welz
          - Schriftleiter Bundesanzeiger -
          Adenauerallee 99-103, 53113 Bonn

          Impressumlesen öffnet Türen.

          Antwort
    2. BigM

      Der Bundesanzeiger hat eine Sucherfunktion. Wenn ich dort nach Expertenstandard suche, bekomme ich keine Treffer. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich in einer Zeitschrift darüber gelesen hätte.

      Unter Google News gibt es unter "bundesanzeiger expertenstandard" keine Treffer. Da auch Google (normale Suche) keine qualifizierten Treffer listet (Tools/Zeitraum:letzte 12 Monate) würde ich sehr stark vermuten, dass keine Expertenstandards im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden.

      Antwort
      1. Sabine

        Vorweg: bin begeistert wie schnell man hier im Blog Antworten/Kommentare bekommt!! War wohl ein Volltreffer, sich für dieses Magazin hier zu entscheiden. Nun, zum Thema Bundsanzeiger und Exp. Stand. : genau so ging es mir die ganze Zeit, keine konkrete Aussage über die üblichen Quelle, auch nicht in Fachzeitschriften, nicht einmal die Dozentin meiner Weiterbildung konnte mir darauf antworten. Habe nun den DNQP angemailt, mal sehen. Aber es sieht tatsächlich so aus, dass nur Exp.Stand. Mobilität im Bundesanzeiger erschienen ist.

        Antwort
        1. Sabine

          Für alle, die es interessiert: habe ziemlich schnell eine Antwort vom DNQP erhalten: Nun, das ist die Antwort:
          "...bisher wurde nur ein einziger Expertenstandard nach § 113a SGB XI entwickelt. Das war der Expertenstandard Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege. Ob und wann dieser Expertenstandard im Bundesanzeiger erscheint, kann Ihnen nur der GKV-Spitzenverband sagen, da dort die Zuständigkeit für Expertenstandards nach § 113a SGB XI liegt.
          Die Expertenstandards des DNQP werden nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht".
          Tja, da war ich platt

          Antwort
  9. Natascha Möller

    Ich hätte eine Frage zum Thema Verhinderungspflege
    Was dürfen unsere Mitarbeiter ausführen ?
    Das Problem was sich bei uns stellt ist das die Klienten von unseren Mitarbeiter immer Verlangen das diese den kompletten Haushalt ausführen sowie Reinigung der kompletten Wohnung, Flur wischen Treppe fegen etc. ich finde dazu leider kein Artikel bei ihnen das wir diesen z.B als Info schreiben Vorweg den Klienten zu kommen lassen könnten um Unannehmlichkeiten zu vermeiden
    mfg

    Antwort
    1. Frieda

      Moin Natascha !

      Da wirst und kannst Du auch keinen Standard zu finden.
      - Zu individuell -
      Infomaterial zur Verhinderungspflege und den Euro-Beträgen bekommt Ihr von der jeweiligen Pflegekasse.
      Danach ist es an Euch, mit den Patienten und/oder Angehörigen auszuhandeln, was an Pflege und/oder Hauswirtschaft erbracht werden soll.
      Die Pflege hat natürlich Vorrang. Was danach übrig bleibt, wird in HWV investiert.
      Macht - aufgrund des verfügbaren Betrages - einen Kostenvoranschlag und den Angehörigen klar, dass darüber hinausgehende Leistungen privat zu bezahlen sind.
      Für Treppe und Flur stehen sich die lieben Leutchen sicher günstiger mit einer privat organisierten Hilfe. (Nachbarn fragen : Treppenwoche tauschen)

      Zitat : "Was dürfen unsere Mitarbeiter..."
      Unsere Mitarbeiter dürfen und können alles, was vereinbart und bezahlt wird!
      Da ist sich auch unsere PDL nicht zu schade, die Wäsche an die Leine zu hängen oder die Klobürste zu schwingen. (Die materielle Qualifikation hat sie.)

      Antwort
    2. Bibo

      Der MDK verlangt dazu keinen Standard (zumindest nicht bei uns). Ich würde meine Arbeitszeit daher besser in andere Probleme stecken, die bei der Prüfung relevant werden; etwa Hygiene.

      Antwort
  10. Anonymous

    wir haben gerade für bestandskunden die pflegegrade überprüft und in dan eingegeben. wie kann es sein, dass ein kunde mit eingeschränkter alltagskompetenz, der in pflegestufe 3 eingruppiert war (zum glück bestandschutz) jetzt nur noch pflegegrad 4 wäre, da er mittlerweile keine medikamente mehr bekommt. bekäme der gleiche kunde nur 3 x tägl. ein medikament, wäre er ein glatter sicherer pflegegrad 5. ich verstehe es nicht, da ja darauf gedrängt wird überflüssige medis abzusetzen, desweiteren hat eben dieser Kunde die gleichen bedürfnisse, fähigkeiten wie vorher, wo nichts ist ist nichts.
    und was ist mit den Kunden, die mit 2 PP versorgt werden müssen????? nicht weil sie nur dement sind, sondern da sie aggressives verhalten zu tage legen,
    kreuz man das kästchen 2PP an passiert gar nicht beim rechner. das würde ja bedeuten, dass es schier unmöglich ist Kunden in den Pflegegrad 5 zu bekommen.
    vielleicht wisst ihr näheres
    im voraus schon mal danke

    Antwort
  11. Ulrike Hauptmann

    hallo ihr Lieben.
    in den vergangenen Jahren hatten wir immer das "Glück", bereits Anfang des Jahres die Heimaufsicht und den MDK bei uns begrüßen zu dürfen. Zur Überprüfung wurden je drei Bewohner/Pflegestufe ausgewählt. Dazu habe ich zwei Fragen:
    1. Habt ihr schon irgendwelche Infos wie das mit den Pflegegraden läuft?
    2. Muss ich meine bisherigen Pflegeplanungen neu den Anforderungen anpassen - oder nur die, die ab 2017 geschreben werden?

    Antwort
    1. M.

      Bei den Pflege- und Maßnahmenplanungen bleibt alles beim Alten. Wer nach AEDL dokumentiert, schreibt Pflegeplanungen. Der Link:
      https://www.pqsg.de/seiten/indexer/index-keyword-pflegeplanung.htm

      Wer auf das neue Strukturmodell umgestiegen ist, schreibt Maßnahmenplanungen. Der Link:
      https://www.pqsg.de/seiten/indexer/index-keyword-sis.htm

      Der Standard für die Eingradungen liegt auch schon vor, wenn auch nur als Beta:
      Standard "Eingradung eines Pflegebedürftigen durch den MDK"
      https://www.pqsg.de/seiten/premium/artikel/hintergrund-standard-einstufung.htm

      Und ein paar Tipps sind auch schon online:
      Pflegegrade: Tipps für die Umsetzung (Teil 1)
      https://www.pqsg.de/seiten/premium/artikel/hintergrund-pflegegrade-tipps1.htm

      Alles weitere klärt sich im Laufe des Jahres.

      Antwort
      1. Ulrike Hauptmann

        Danke, das hilft schon weiter.
        Über die Auswahlkriterien bei einer Überprüfung ( Anzahl der Bew./Pflegegrad gibt es noch keine Infos?

        Antwort
  12. Herr Gelblich

    Wer kennt das nicht...gerade ausgelernt und plötzlich Praxisanleiter?
    Für den einen ein Segen, dem anderen eher ein Furunkel, das er "los"werden möchte. Was bedeutet diese "Zusatzqualifikation" wirklich und ist diese Verantwortung im deutschen Rechtssystem geregelt?
    Laut der "AltPflAPrV - § 2" ergibt sich dadurch eine Regelung, die meiner Erfahrung nach nur selten eingehalten wird und bei konsequenter Kontrolle dazu führen müsste, dass viele Einrichtungen Strafen auferlegt bekämen sowie in Verzug geräten, um diesen Misstand zu beseitigen.

    Wie seht ihr das?

    Antwort
    1. Anonymous

      Tja, das hängt wohl vom Betrieb ab. In den meisten Firmen, die ich kennen, ist der Praxisanleiter die Abladestation für utopische Vorgaben "von oben". Jede Menge Verantwortung, aber keine Ressourcen dafür; also weder eine ausreichende Freistellung noch Geldmittel für die notwendigen Utensilien.

      Die Einführung des neuen Strukturmodells wird diesen Missstand sicher nicht verbessern, im Gegenteil. Die Anforderungen an die Pflegekräfte steigen, aber viele Kollegen kommen da nicht mit; etwa sprachlich, was in der neuen Doku so wichtig ist.

      Und wer soll es richten? Der Praxismentor. Das aber bitte flott, bevor der MDK kommt.

      Antwort
    1. Martin

      Das "+" steht für "Pflegestufe 2 plus eingeschränkte Alltagskompetenz". Also die mit den Betreuungs- und Entlastungsleistungen. So habe ich es zumindest verstanden. Daraus wird jetzt der Pflegegrad 4.

      Antwort
  13. wastl

    hallo,
    Laut Gesetz dürfen Arbeitnehmer in Deutschland grundsätzlich nicht länger als 8 Stunden pro Werktag arbeiten. Arbeitszeiten bis zu 10 Stunden am Tag können aber gestattet sein, wenn der Arbeitgeber im Anschluss für einen Ausgleich sorgt – und zwar innerhalb des kommenden Kalendermonats. Mit einer Genehmigung des jeweiligen Landesgesundheitsamts sind in der ambulanten Pflege zum Beispiel aber auch Arbeitszeiten bis zu 12 Stunden zulässig.

    Spezialfall Rufbereitschaft: Nun wird die Rufbereitschaft arbeitsrechtlich solange als Ruhezeit gewertet, bis es zu einem Einsatz kommt. Insofern kann die Rufbereitschaft auch unmittelbar an den Arbeitstag anknüpfen und trotzdem insgesamt nicht die zulässige, maximale Arbeitszeit überschreiten. Als Arbeitszeit würde die Rufbereitschaft nur gewertet, wenn es zu einem Einsatz käme. Die Unterbrechung von der Ruhezeit wäre in einem solchen Fall dann zulässig, wenn sie maximal die Hälfte der Ruhezeit beträgt und der Arbeitgeber für einen Ausgleich des Einsatzes (inklusive Fahrtzeit) sorgen würde.

    Nach einem Arbeitstag schreibt der Gesetzgeber in der Regel eine Ruhepause von mindestens 11 Stunden zwischen den Arbeitseinsätzen vor. In Pflegeberufen oder Krankenhäusern ist eine Verkürzung auf 10 Stunden (9 Std. bei kirchlichen Arbeitgebern) Ruhepause zulässig. Allerdings gilt hier auch wieder das Prinzip: Ausgleich muss sein. Wer in der einen Ruhepause nur 10 Stunden aussetzen durfte, darf die verlorene Stunde bei einer Ruhezeit der darauf folgenden vier Woche draufschlagen und dann 12 Stunden ruhen.

    Wer wiederum in der Rufbereitschaft seine Ruhezeit für einen Einsatz unterbricht, hat im Anschluss einen Anspruch darauf, die volle Ruhezeit Stunden anzuhängen, also je nach Tarifvertrag 11, 10 oder 9 Stunden.

    Rufbereitschaft ohne Einsatz: Der Arbeitgeber muss die Rufbereitschaft gesondert zur eigentlichen Arbeitszeit vergüten. Denkbar ist zum Beispiel eine Pauschale für die Rufbereitschaft.

    Rufbereitschaft mit Einsatz: Wird als Arbeitszeit entgolten. Wer Mehr- oder Nachtarbeit leistet oder an Sonn- und Feiertagen eingesetzt wird, hat darüber hinaus Anspruch auf Zuschläge. Darauf achten: Den Lohn für einen Einsatz in der Rufbereitschaft muss der Arbeitgeber übrigens zusätzlich zur Pauschale zahlen.

    Die Rufbereitschaft ist grundsätzlich freiwillig. Arbeitnehmer sind nur dann dazu verpflichtet, wenn sie sich vertraglich an diese Option gebunden haben. Arbeitgeber dürfen im Umkehrschluss frei entscheiden, wen sie unter den Freiwilligen zur Rufbereitschaft heranziehen – solange die Auswahl nicht willkürlich oder diskriminierend geschieht.

    viele Grüße von
    wastl

    Antwort
    1. Frieda

      Danke wastl !

      Umfassender Abriss zum Thema.
      Aber mit dem Screenshot kann ein armes Opfer schlecht zum Chef wackeln.
      Präzise Quellenangaben zu den einzelnen Punkten wären schon hilfreich.
      Klara Normalpflegerin hat nicht zu Hause: "Arbeitsgesetze - Beck-Texte im dtv". (ISBN 978-3-423-05006-7). Und selbst wenn sie die 10 Euro investiert hätte --- Besonders übersichtlich ist das Teilchen wirklich nicht.

      Findet Frieda

      Antwort
  14. Anonymous

    Wer hat Erfahrung in der Dienstplanung stationär mit der Rufbereitschaft/ Hintergrunddienst? Wie habt ihr das gehändelt und welche Erfahrungswerte habt ihr?

    Antwort
    1. Eine sehr komplexe Frage. Ich habe sie mal auf unsere pqsg-Startseite gestellt, damit sie dort etwas besser sichtbar ist. (Startseite rechts, unter der Buchankündigung).

      Antwort
    2. Martin

      Mit dem Thema kann man Seite um Seite füllen. Daher zuerst meine Frage: Wo liegt denn das Problem? Geht es um die Bezahlung des Bereitsschaftsdienstes?

      Antwort
      1. Frieda

        Knackpunkt ist hier häufig das ArbeitsZeitGesetz.
        Wird der Rufdienst nachts mehrmals ´rausgetrommelt, kann ich ihn am nächsten Tag nicht zum regulären Dienst einsetzen.
        Ein oft besprochener Ansatz wäre ein "Pool". =
        Mehrere Pflegeeinrichtungen tun sich zusammen und richten einen gemeinsamen "Pflegenotdienst" mit einem festen MA-Stamm ein.
        - vgl. "ärztlicher Notdienst" -
        ~~~ Oft diskutiert - nie was von geworden. Auf der GF-Ebene das Konkurenzdenken halt tiefer verwurzelt als der Pragmatismus (Bereitschaft zu zweckmäßigen Lösungen) . ~~~

        Antwort
  15. Conny

    Eine Frage: Demenz erkrankter BW mit einem BMI von unter 20. Söhne sind als Betreuer bestellt. Patientenverfügung liegt nicht vor. BW ist in der Lage, noch selbstständig zu essen, tut dies aber nicht im ausreichendem Umfang. Info an Arzt; dieser lehnt Maßnahmen ab!
    Wie sieht das rechtlich aus? Und was meint der MDK?
    Reicht es aus, zu dokumentieren, dass der Arzt und die Angehörige weitere Maßnahmen ablehnen? Wer kann mir eine Antwort geben?

    Antwort
    1. Martin

      Info an den Arzt und Info an die Söhne ist schon mal richtig. Ebenso wichtig ist es aber, den Bewohner regelmäßig zum Essen zu animieren und ihm Speisen anzubieten. Sofern er die Lage noch überblicken kann, muss er über die Folgen seines Handelns beraten werden. All da muss penibel dokumentiert werden.

      Alles Weitere steht hier:
      Standard "Pflege von Senioren mit Untergewicht und Kachexie" (stationäre Pflege)
      http://www.pqsg.de/seiten/premium/artikel/hintergrund-standard-kachexie.htm

      Standardpflegeplan "Untergewicht und Kachexie"
      http://www.pqsg.de/seiten/premium/artikel/hintergrund-standardpflegeplan-mangelernaehrung.htm

      Antwort
      1. Anonymous

        Schliesse mich Martin an :

        Nachweisbare Beratung ist der MDK-sichere Weg.
        Nur wen beraten wir ? Und wie lässt sich das zweifelsfrei darstellen ?
        - Bewohner : Klar ! Bei jedem Teller, den wir ihm unter die Nase stellen.
        Aber wie das sicher dokumentieren ? Jeden abgelehnten Bissen quittieren lassen ? Blödsinn !
        - Betreuer : Nur die können uns hier weiterhelfen :
        ~ Sie werden fachkundig beraten und quittieren uns das. Danach :
        ~ Sie werden eingeladen, unsere Maßnahmen zu beobachten und zu erörtern. Ein Protokoll wird bds. quittiert-- oder eben die Ablehnung.

        Antwort
  16. Karin

    Meine Frage: Wir haben eine kleine Station u. bei der Übergabe vom Frühdienst auf den Spätdienst sind wir nur zu zweit. Wie verhalten wir uns, wenn ein Bewohner klingelt. Müssen wir die Übergabe unterbrechen u. erst nach den Bewohner schauen oder recht es nach der Übergabe. Ich hätte gerne gewusst, wie die Glockengänge in anderen Einrichtungen gemeistert werden. Vielen Dank .

    Antwort
    1. "Alte Pflegerin"

      Hallo Karin,
      ich denke, dass ist eine Fall zu Fall Entscheidung. Hat die Übergabe gerade erst begonnen, oder seit ihr fast fertig? Klingelt immer derselbe und ihr wisst schon, was er möchte?
      Wenn die Übergabe erst am Anfang ist, würde ich auf jeden Fall erst die Klingel bedienen, wenn ihr beim letzten Besprechungspunkt seit, würde ich den Satz zu ende bringen. Wenn immer derselbe zur gleichen Zeit klingelt, dann vorher ins Zimmer gehen und den Wunsch erfüllen, dem Bewohner mitteilen, dass dann für 15 min. Übergabe ist, aber danach gern wieder seine Wünsche für uns wichtig sind.
      Ist es jemand, der sonst nie klingelt, würde ich sofort hingehen.
      Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten?
      Liebe Grüße die "Alte Pflegerin"

      Antwort
      1. Anonymous

        Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin der gleichen Meinung. Es gibt bei uns Mitarbeiter, auch auf anderen Stationen, die wissen wollen, wie lange ein Bewohner maximal warten muss bis eine Pflegekraft kommt. Eine gesetzliche Regelung konnte ich nicht finden.
        L.G. Karin

        Antwort
        1. Anonymous

          Diese Regelung gibt es auch nicht.

          --- Aber wenn Ihr nur zu zweit seid ... Geht doch beide "auf Glocke" und "übergabt" unterwegs weiter. So geht für niemanden Zeit verloren !?! ---

          Antwort
  17. "Alte Pflegerin"

    Hallo ihr Lieben,
    Frieda, da pflichte ich Dir bei. Warum soll ich mir i.v. im Haus ans Bein binden, wenn es eh nur der Arzt abrechnen kann. es gibt genug anderes zu tun.
    Ich würde mich freuen, wenn ein Heilpraktiker unser Team bereichert, dann hat man noch mal einen ganz anderen Blickwinkel im Team.
    Liebe grüße eure "Alte Pflegerin"

    Antwort
  18. Schlussin

    Ich bin Examinierte Altenpflegerin mit erfahrung. Ich bin auch Heilpraktikerschule
    gegangen, habe Seminare besucht und habe intravenose injektion, infusion gelehrnt . Ist diese Dokument vom HP-schule gültig auch bei Altenpflege, (muss ich sagen- ich habe kein HP-examin gemacht.) Darf ich i.v. infusion als Exam.Altenpflegerin beim unsere Station Patienten legen?

    Antwort
    1. Frieda

      Das "darf ich" entscheidet Deine Pflegedienstleitung. (Und nur die!)
      Die Notwendigkeit dafür (i.v.-Infusion in der Altenpflege) geht mir allerdings nicht ein. Ungeachtet der Bequemlichkeit der Ärzte und ihrer Praxen, sollten/dürfen die ihre Arbeit ruhig selber machen.
      Für die i.v.-Infusion muss man zudem einige materielle und organisatorische Dinge vorhalten. Ob sich das für den Betrieb rechnet, diese AVO´s (zwingend notwendig) anzunehmen, entscheidet Deine Geschäftsführung. Dann müsste sie ja jede Schicht mit "i.v.-fähigen" Personal besetzen.

      Und überhaupt ?!?
      Warum willst Du Dir das an´s Bein binden?
      Wenn Du Dich beruflich/fachlich unterfordert fühlst ....

      Antwort
      1. Frieda

        ~~~ Weiter im Text ~~~

        ..... stürze Dich doch lieber auf Wund-, Hygiene-, Praxisanleitungs- oder QM-Weiterbildung. Das bringt Dich und den Betrieb voran.

        Deine Kenntnisse aus der Heilpraktikerausbildung kannst Du auch anders einbringen :
        Interne Fortbildungen sind in jedem Betrieb gesucht. Spreche mit Deiner PDL. Du könntest Referate halten - z.B. - über Schüssler Salze und andere alternative Behandlungsverfahren.

        Antwort
    1. Martin

      Der Stationsarzt kann eine Selbstentlassung überhaupt nicht verweigern. Ein Krankenhaus ist kein Gefängnis. Etwas anderes ist es natürlich, wenn das Vormundschaftsgericht bei Eigen- oder Fremdgefährdung entsprechende Auflagen erlassen hat. Spricht: Der Patient befindet sich z.B. in einer psychiatrischen Klinik.

      Antwort
  19. "Alte Pflegerin"

    Das mit dem alten Baum und dem verpflanzen ist ein Totschlag Argument.
    Wenn es der Mutti offensichtlich dort im Heim nicht gut geht und sie ja, wie beschrieben geistig fit ist, sieht sie das unter Garantie ein und möchte für sich selbst vielleicht auch eine bessere Lösung, traut es sich nur nicht dies zu äußern. Schließlich bedeutet es für Ursula Arbeit und Zeit, die Mutti ihr vielleicht nicht zumuten will.
    Ich weiß nicht, von wo Ursula kommt, aber wir hier in Berlin haben auch Blindenheime ( habe aber keine Ahnung, wie es dort ist). Mal meinen Freund Google bemühen und dann das Haus ansehen gehen, aber was besseres als das gibt es bestimmt.
    Liebe Grüße "Alte Pflegerin"

    Antwort
  20. Ulrike

    Deine Argumente kann ich verstehen, aber Deine Mutter wird es dir danken wenn Du sie da raus nimmst. Sicher gibt es kaum Heime, die auf Blinde spezialisiert sind.Das jetzige aber scheinbar auch nicht - also was hast Du zu verlieren.
    Das Heim ist der Dienstleister und wenn Du die Konfrontation mit der PDL scheust, was sagt die Heimleitung dazu?
    Falsche oder gar keine Medikamente - dass ist gefährliche Pflege.
    Such ein neues zu Hause für Deine Mutter

    Antwort
  21. "Alte Pflegerin"

    Also ich springe auch in der Pflege mit ein, wenn Notstand ist. Bin mir zur Not auch zum Putzen nicht zu schade, nur dem Chef zu teuer *grins*.
    Aber es stimmt was hier gesagt wurde, das Zimmer ist ein angemieteter Bereich, um Zutritt zu bekommen, bedarf es das Einverständnisses des Bewohners. Schon gar nicht ohne Zustimmung an die Schränke. Sensibilität und Professionalität sind hier das Zauberwort.
    Liebe Grüße "Alte Pflegerin"

    Antwort
  22. "Alte Pflegerin"

    Ich bin neu hier angemeldet und suche Etwas zum Thema:
    Expertenstandard zur Erhaltung und Förderung der Mobilisation.
    Wann muss er in der Pflege implementiert sein und wo finde ich weiteres Infomaterial um ihn so abgespeckt wie möglich zu konzipieren?
    Liebe Grüße die "Alte Pflegerin"

    Antwort
    1. M.

      Der Expertenstandard ist noch nicht verabschiedet. Es müssen zunächst die Ergebnisse der modellhaften Implementierung ausgewertet werden. Im Anschluss daran entscheiden die Vertragspartner nach § 113 SGB XI über die Einführung. Erst mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist der Expertenstandard für alle Pflegedienste und –heime in Deutschland verbindlich und verbindlich umzusetzen.

      Antwort
      1. "Alte Pflegerin"

        Danke, das hilft mir schon weiter, ich war etwas panisch, weil ich nur überall den Entwurf gefunden habe, es aber hieß, er soll implementiert werden.
        Jetzt sitze ich sozusagen in den Starlöchern und muss mir ja dann auch Gedanken über etwaige fehlende Dokumentationsblätter machen.

        Antwort
    2. Anonymous

      Der aktuelle Entwicklungsstand ist hier im pqsg-Magazin recht gut abgebildet und umgesetzt, etwa hinsichtlich der Mobilisierungen, Kontrakturenprophylaxe usw. Mehr verlangt der MDK zu diesem Themenkomplex aktuell nicht. Alles Weitere wird sich zeigen, wenn der Expertenstandard "offiziell" wird. Ich vermute mal, dass der MDK dann vor allem im Bereich der Beratung weiteren Bedarf anmelden wird, wie er dass bei Dekubitus, Kontinenz und Sturzprophylaxe bereits getan hat.

      Antwort
  23. Ursula

    Meine Mutter lebt in einem Pflegeheim, ist geistig sehr hell wach, da sie aber sehr schlecht sieht, „betreue“ ich sie regelmäßig.

    Nun meine Frage: Darf in diesem Fall eine Pflegeleitung zu meiner Mutter ins Zimmer und ohne Begründung alle Schubladen und Schränke öffnen und dann geht sie wieder ohne ein Wort?

    Antwort
    1. Martin

      Dieses ist primär kein rechtliches Problem, sondern eine Frage der pflegerischen Professionalität. Bei der Versorgung von sehbehinderten Menschen ist es selbstverständlich, sich beim Betreten des Zimmers mit Namen vorzustellen und den Zweck des Besuchs zu nennen. In diesem Fall etwa das Befüllen des Kleiderschranks mit frischer Wäsche.

      Ich würde die Pflegedienstleitung kontaktieren und ihr das Problem schildern.

      Antwort
      1. Anonymous

        Eine Alternative zum Dialog mit der PDL wird es kaum geben. Natürlich kann man sich immer auf das Hausrecht zurückziehen. Aber wie durchsetzen? Mit einem Anwalt? Also!

        Manchmal ist das auch nicht böse gemeint, sondern einfach dem Stress und dem Zeitdruck geschuldet.

        Antwort
    2. Frieda

      Hä... , Wiiieee ... ???

      In den Pflegeheimen, die ich kenne, ist der Bewohner ein Mieter.
      Somit hat er im gemieteten Raum das Sagen. Es ist seine Wohnung.
      Mit allen rechtlichen Kosequenzen.

      Die beschriebene Situation kann ich natürlich nicht einschätzen.
      Das Verhalten der PDL erscheint mir aber "etwas unsensibel".

      Antwort
        1. Anonymous

          Mann mag es kaum glauben: Bei springt die PDL auch in der Pflege ein. Ich habe sie sogar schon mal mit einem 'Putzfeudel' gesehen 🙂

          Antwort
      1. Ursula

        @ Frieda
        so sehe ich das auch und habe es auch schon so gehört, aber eben nur gehört, niemand weiß so richtig, ob erlaubt oder nicht?
        Ich muss zu meiner Frage noch hinzufügen, dass dieses Pflegeheim in allen Belangen eine Katastrophe geworden ist...
        Wir kennen alle die Probleme der Pflege in den Heimen, aber dieses Pflegeheim gehört in REPORT oder MONITOR.
        Ständig werden Medikamente verwechselt oder gar nicht gegeben. Andauernd wechselt das Pflegepersonal, Zeitarbeit.
        Beschwert man sich bei der PDL, dann hält sie es nicht für möglich oder streitet ab, nach dem Motto - kann nicht sein.
        Ich betreue meine Mutter so gut es geht, da sie geistig fit ist, aber eben durch (Makulardeg.) fast blind.
        Menschen mit dieser Behinderung in Heimen haben es besonders schwer, weil sie regelrecht "auf der Strecke bleiben". Die alten Menschen können sich nicht wehren, es braucht Angehörige. Mittlerweile aber schon so, dass man gegen die Heimleitung kaum ankommt.
        Wählt man einen anderen Weg der Beschwerde (RA, Heimaufsicht) weiß man, was einem blüht.
        Ich danke allen die geantwortet haben.

        Antwort
        1. "Alte Pflegerin"

          Aber liebe Ursula, warum läßt Du Dir das bieten?
          Gibt es nicht irgendwo in Deinem Umkreis ein anderes Heim, in das Deine Mutti einziehen könnte? Es gibt doch wirklich große Qualitätsunterschiede und wenn Dir die Kraft fehlt mittels Heimaufsicht und MDK dagegen anzukämpfen ( was ohne Wertung von mir akzeptiert ist), dann such intensiv nach einem anderen "zu Hause", denn so sollte Mutti sich fühlen.
          Liebe grüße die "Alte Pflegerin"

          Antwort
          1. M.

            Da werden wohl zwei Argumente dagegen sprechen. Erstens verpflanzt man einen alten Baum nicht mehr. Und zweitens gibt es nicht viele Pflegeheime speziell für Blinde.

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