Mobilität erhalten und fördern (Update)

hintergrund-standard-sitztanz-neuDie Erhaltung oder Wiedererlangung der Mobilität ist das zentrale Element jeder zeitgemäßen Pflege. Denn wenn ein alter Mensch erst einmal dauerhaft an sein Pflegebett gefesselt ist, lassen Kontrakturen, Druckgeschwüre und Herzkreislaufprobleme nicht lange auf sich warten. Wir zeigen Ihnen anhand der wichtigsten Krankheitsbilder, wie Sie den neuen Expertenstandard ganz praktisch umsetzen können.

Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

  • Die Diskussionsbeiträge sind nach Aktualität von oben nach unten sortiert. Die neuesten Anworten erscheinen also oben.
  • Sie können auf Wunsch auch anonym auf diesen Beitrag antworten. Lassen Sie - falls gewünscht - die Felder "Name", "E-Mail-Adresse" sowie "Website" frei.

Standardmaßnahmenplan "Querschnittlähmung"
Derzeitige Version 2.05d - 2017
Stand: 30. April 2017
Titelthema am 2. Mai 2017
Zum Artikel

Standardpflegeplan "Querschnittlähmung"
Derzeitige Version 2.05a - 2017
Stand: 30. April 2017
Titelthema am 2. Mai 2017
Zum Artikel

23 Gedanken zu “Mobilität erhalten und fördern (Update)

  1. Frieda

    SPP "Osteoporose"

    Sinterfrakturen der Wirbelkörper sind für alle Beteiligten äußerst unangenehm.

    - Der Bewohner/Patient hat wahnsinnige Schmerzen. (vgl. Vernichtungsschmerz) ~~~ Manch einer kam mit V.a. Infarkt in die Klinik und mit der Diagnose LWK# zurück. ~~~ Auch Lähmungen können auftreten.

    - Die Pflegekräfte haben einen Berg von Maßnahmen abzuarbeiten:
    * Schmerzmanagement
    ~~~ Oftmals müssen die Bewohner/Patienten - übergangsweise oder dauerhaft - Btm bekommen. ~~~
    * Individueller Lagerungs- und Bewegungsplan
    * Stabilisierende Hilfsmittel
    ~~~ Mit dem Arzt (idealerweise dem Orthopäden - !!! Überweisung !!!) beraten wir, ob stützende Bandagen, Korsette oder Mieder der Linderung und Mobilität zuträglich sind. ~~~
    * WS- entlastende Hilfsmittel
    ~~~ Mit dem Orthopädietechniker beraten wir, ob der Rollator mit Unterarm- oder Achselstützen "aufgerüstet" werden kann, oder besser ein neues "Teilchen" besorgt wird.
    * .........................

    Antwort
    1. Vielen Dank für die Hinweise! Die nächste Überarbeitung des Standardpflegeplans "Osteoporose" AEDL ist im Herbst geplant (Version 3). Dann gibt es auch gleich eine Version für das neue Strukturmodell. Wir könnten die eine oder andere Idee einbauen.

      Freundliche Grüße aus Lachendorf

      Johannes Kurth
      Service-Team

      Antwort
    2. Frieda

      Osteoporosepatienten bekommen häufig Medikamente, die nur 1 x wö. gegeben werden.
      (Decristol, Fosamax, Alendron, Acara ... je nach Sponsor des Arztes)

      Praxistipp: (ambulante)
      Ich (z.B) habe den Dienstag zum "Osteotag" erklärt.
      Die Tabletten werden ja wochenweise gestellt.
      Wenn ich nun die "1 x wö.- Dingers" auf einen bestimmten Wochentag packe, spart mir das Zeit und Fehler beim Stellen.
      Die Medipläne bestelle ich entsprechend bei der Praxis oder lasse sie so abstempeln, wenn ich sie selber schreiben muss ... .

      Antwort
  2. Bibo

    In dem Standard wird die 90°-Lagerung erwähnt. Wir nutzen diese Lagerung nur ungern, weil das Debubitusrisiko am Trochanter doch recht hoch ist.

    Antwort
  3. BicM

    Ich verstehe nicht, warum der Expertenstandard so gehypt wird. Hat jemand dieses Machwerk mal gelesen? Das ist realitätsferne Pflegewissenschaft fernab jeder praktischen Anwendbarkeit. Der blanke Unsinn aus dem Elfenbeinturm.

    Antwort
    1. Bibo

      Darum ist es ja auch ein EXPERTENstandard. Er richtet sich nicht an Pflegepraktiker, sondern an z. B. an Qualitätsbeauftragte. Dieses sollten natürlich eine entsprechende Weiterbildung genossen haben, um das Ganze dann in die Praxis umzusetzen.

      Antwort
      1. Paul

        Wenn man aus dem Expertenstandard die ganze pflegewissenschaftliche Schaumschlägerei herausnimmt, bleibt aber nicht viel Verwertbares übrig. Vielleicht vier oder fünf interessante Absätze. Der Expertenstandard erinnert mich an einen Negerkuss in der Mikrowelle. Viel Luft, wenig Essbares.

        Antwort
      2. wastl

        Korrektur Bibo: die Expertenstandards richten sich an ihresgleichen zur Rechtfertigung ihrer gut dotierten Stellen und dass damit daraus irgendwelche belanglosen Mikroaspekte herausgezogen werden können, die dann von Studis zu Bachelor- und Masterabschlüssen aufgebauscht werden müssen. Da jagt der Hund im Kreis herum seinem Schwanz hinterher und stellt evidenzbasiert fest, dass der Schwanz das gleiche mit ihm macht.

        Antwort
  4. Georg

    Ja, aber nur wenn die Sitzauflage nicht zu glatt ist. Noch besser sind Gymnastikhocker. Kostenpunkt 35 bis 50 Euro, je nach Abnahmemenge.

    Antwort
    1. M.

      Ich empfehle Gymnastikhocker mit Polster. Alles andere wird nach spätestens 15 Minuten sehr unbequem. Die gibt es schon ab 60 Euro, etwa bei eBay.

      Antwort
  5. Georg

    Vielleicht sollte man nicht immer diese 40er-/50er-Jahre Dudelmusik für den Sitztanz nutzen. Manch ein Bewohner steht mehr auf die Beatles. "Ob-La-Di, Ob-La-Da" ist prima geeignet. Dann machen auch die Männer mit.

    Antwort
  6. Anonymous

    Die Einstellung zum Sport generell ist heute eine andere also noch vor 30 Jahren. Ein großer Teil der Heimbewohner hat selbst Sport betrieben, etwa beginnend mit der Timm-Dich-Welle in den 70er- und 80er-Jahren. Darauf lässt sich aufbauen. Die Senioren wissen, wie wichtig es ist, sich regelmäßig körperlich zu bewegen.

    Antwort
      1. Paul

        Auf Youtube gibt es zahlreiche Videos dazu. Einfach das Bild ausschalten und den Ton lautdrehen. Kostenpunkt: 0 Euro. 🙂

        Antwort
  7. Frieda

    St. Sitztanz

    Wohl wahr !
    Musik ist ein "Türöffner". Aber manche Türen lässt man besser geschlossen.
    Ich erinnere mich an eine demente alte Dame, die bei einer Melodie sofort einen furchtbaren Weinkrampf bekam.
    Nicht alle Trigger/Melodien sind positiv besetzt.
    Klar ! Die Melodie wurde sofort auf die "No-go-Liste" gesetzt.

    Antwort
  8. Frieda

    St. Ballspiele

    Bei uns sind auch Tischball-Spiele sehr beliebt.
    - Hier können auch "rollipflichtige" Bew./Gäste mittun.
    (Eine ausreichende Anzahl von Tennisbällen o.ä. ist sinnvoll.
    Sonst stolpert die PK bald über die eigene Zunge vom Ballholen.
    Ein breiter Besen hat sich zum Einsammeln der verschossenen Bälle gut bewährt.)
    Besonders beliebt ist das "Tischkegeln".
    (Die Kegel sind hier leichte Plastikbecher (Partybedarf).)
    Wenn Eure Haustechnik auf Zack ist, kann sie Euch Aufsteckleisten für die Tischkanten zimmern. Dann bleiben die Bälle (häufiger) auf dem Tisch.

    Antwort
    1. Paul

      Auf der Altenpflegemesse in Hannover bzw. in Nürnberg gibt es immer wieder viele sehr interessante Aussteller. Damit meine ich nicht den China-Plastikmüll, sondern sehr hochwertige Produktionen aus Holz.

      Antwort
      1. Frieda

        Aus Kostengründen wird es von der GF allzugerne gesehen, wenn MA Ideen haben und improvisieren können.
        Und warum auch nicht ?!?
        Mit den Messen halte ich es wie mit dem anderen Geschlecht :
        "Appetit kann man sich holen, aber gegessen wird zu haus."

        Antwort
  9. Paul

    Wir setzen bei körperlich etwas belastbareren Senioren alternativ Hocker ein. Wenn darauf kein sicherer Halt mehr möglich ist, kommen Stühle ohne Lehne und letztlich Stühl mit Lehne zum Einsatz.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.