Expertenstandard zur Demenz [Update]

Bombenangriffe, getötete Eltern, Verschleppung, Vergewaltigung und Vertreibung. 70 Jahre lang hat die Kriegsgeneration ihre schrecklichen Erinnerungen verdrängen können. Jetzt lassen demenzielle Erkrankungen diese Schutzwände bröckeln. Dann reicht schon die Tagesschau, um die grauenhaften Bilder im Kopf wieder lebendig werden zu lassen.

Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps. Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

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Standard "Pflege von Senioren mit einer posttraumatischen Belastungsstörung"
Version 2.05 - 2017
Stand: 28. Oktober 2017
Titelthema: 30. Oktober 2017
Zum Artikel

Standard "Fernsehkonsum bei Demenz"
Version 2.05 - 2017
Stand: 28. Oktober 2017
Titelthema: 30. Oktober 2017
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45 Gedanken zu “Expertenstandard zur Demenz [Update]

  1. Frieda

    @ "Fernsehkonsum" ~~~ Off topic ~~~

    Ephraim Kishon hat es auf den Punkt gebracht:

    Der liebe Gott hat den Fernseher erfunden, um die natürliche Dreiteilung des Tages zu gewährleisten:
    8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Schlaf und 12 Stunden vor dem Fernseher.

    Antwort
    1. Anonymous

      Naja,ob diese Einstellung richtig ist,mag ich zu bezweifeln,12 Stunden Fernsehen,denke,es gibt auch andere Freizeitaktivitäten!Ich schaue sehr selten,bin meistens unterwegs

      Antwort
  2. Frieda

    @ "posttraumatisch"

    - Definition: Punkt 3 + Flucht und Vertreibung = Heimatverlust
    - Vorbereitung/Symptome: Punkt 15 + Balkankriege:
    Hier kommt besonders die Religionszugehörigkeit zum Tragen !!!
    Wenn in der Pflege dann wieder die alten "Feindbilder" aufeinandertreffen
    (Orthodoxe, Katholiken, Muslime) sollten wir schon recht behutsam sein.
    - Durchführung/Flashback/Trigger + Melodien

    Antwort
    1. Anonymous

      Dieser Wahnsinn wird wohl nie enden. Ich setze noch einen drauf: Katholiken gegen Protestanten in Nordirland. Etwa der Blutsonntag mit 13 Toten. Oder das Ballymurphy-Massaker mit 11 Toten. Relevant etwa in Norddeutschland, wo sich aktuell ehemalige britische Soldaten zur Ruhe setzen, die nicht zurück auf die Insel wollen.

      Antwort
      1. Frieda

        Die waren dann wohl auch im nahen und mittleren Osten im Einsatz
        (Irak, Afghanistan u.a.).
        In Ganzen ist hier die HL/PDL gefordert:
        - Welcher Bewohner in welche Wohngruppe?
        - Welcher Mitabeiter besser nicht wohin?
        Und das am Besten schon vor dem Einzug. Wenn der Krankentransport den neuen Bewohner von der Klinik schlicht bei uns abkippt, hat mal wieder das Entlassungsmanagement des Krankenhauses seinen Wert bewiesen.

        Antwort
  3. Cheesburger ohne Käse

    Kriegstraumata war lange Zeit nur ein Randthema der gerontopsychiatrischen Pflege. Was eigentlich erstaunlich ist angesichts der Millionen Betroffenen. In den Fokus rückte diese Störung erst spät. In den sechziger Jahren in den USA als Folge des Vietnamkriegs. In Deutschland noch verzögerter, durch die seelisch gebrochenen Rückkehrer des Afganistaneinsatzes.

    Hier zeigt sich dann auch, was bei der Therapie von Kriegstraumata möglich ist. Wenn zeitnah nach den Erlebnissen die Behandlung beginnt, bestehen gute Aussichten auf eine weitgehende Wiederherstellung der mentalen Gesundheit.

    Antwort
  4. Frieda

    @ Ängste (ambulante Perspektive)

    - Ich nehme Ängste meiner Patienten zunächst einmal als begründet an.
    Erst wenn das sicher auszuschließen ist, kann ich von einer "Störung" sprechen. (analog Schmerzen)

    - Dass Senioren unter einem geringeren sozialen Leistungsdruck stehen als jüngere Menschen, kann ich nicht nachvollziehen. ! Gemessen an ihrer sozialen Leistungsfähigkeit. ! Wenn Oma mit Pflegegrad 3 alleine die Enkel nach dem Kindergarten hütet --- Respekt!

    - Dass Frauen häufiger unter Angststörungen leiden als Männer, kann ich nicht beobachten. Es sind andere Ängste (häufig Versagens- oder Verlustängste), die von den Männern mit einem dominierenden Verhalten überspielt werden. Die Ehemänner von pflegebedürftigen Frauen sind das Paradebeispiel.

    Antwort
    1. BigM

      Omas, die sich noch für die Familie aufopfern, sind weitgehend ausgestorben. Mag sein, dass es nur mein Eindruck ist. Aber: "Moderne" Großmütter sind egoistischer als die Generation davor.

      Darunter leidet die "Sandwitch-Generation", also die heute 40-Jährigen, die sich gleichzeitig um die eigenen Kinder und um die pflegebedürftigen Eltern kümmern müssen.

      Antwort
    2. Cheesburger ohne Käse

      Männer halt. Das Rollenbild wird oft bis zum letzten Atemzug gewahrt. Wer sein ganzes Leben als "harter Hund" gesehen werden mochte, wird das nicht mehr ablegen.

      Antwort
  5. Paul

    @pqsg.de

    Euer Standard macht auf "heile Welt". Angstkranke Senioren werden nicht behandelt. Es gibt für sie keine Therapie. Einen Gerontopsychiater bekommt von denen keiner jemals zu Gesicht.

    Im besten Fall holt der Hausarzt den Rezeptblock raus. Dann gibt es Imipramin, Clomipramin oder Doxepin. Wenn das nicht knallt, wandert Opipramol oder Buspiron über den Tresen. Und zum Schluss sollen Omi und Opi Alprazolam, Bromazepam oder Oxazepam einwerfen. Natürlich "nur für 14 Tage". Bis zum Folgerezept. Dann hat man Ruhe.

    Antwort
    1. Frieda

      Moin Paul !

      Ich gebe Dir völlig recht und werfe noch Venlafaxin, Mirtazapin, Quetiapin und Risaperdal dazu. Mit verheerenden Neben- und Wechselwirkungen.

      --- Aber wenn ich im Einzugsbereich keinen Gerontopsychiater habe, der noch Termine hat, oder der sein Geld wert ist, werde ich mir nicht in den Standard schreiben, dass ich eine Überweisung anstrebe. Sonst schreibe ich mir nachher bei der Evaluation die Finger wund.

      Sollte i´wer das Glück haben, für seine Bewohner/Patienten einen kompetenten Facharzt an der Hand zu haben, passt das - auch und gerade - in den individuellen Maßnahmenplan.

      Antwort
      1. BigM

        Ein guter Hausarzt alten Schlages ist immer auch ein halber Psychologe. Das setzt natürlich voraus, dass die Patienten nicht im 3-Minuten-Rhythmus durch die Behandlungszimmer gescheucht werden.

        Antwort
  6. Frieda

    gesteigerte Gewaltneigung (ambulant) / weitere Organisation

    " Wir beraten mit den Angehörigen oder dem Betreuer, ob ein Klient mit Demenz, Paranoia oder Aggressionen weiterhin Zugriff auf seine Schuß- oder Stichwaffen haben sollte. Ggf. bitten wir um polizeiliche Beratung. "

    Ich habe einmal in den Lauf einer P38 geschaut. Der Klient fand es witzig, meine Unterbekleidung nicht.

    Antwort
    1. Frieda

      selber Standard / Verantwortlich

      Hier sehe ich vornehmlich die PDL und Einsatzplanung in der Pflicht !
      --- PFK & PK haben keinen Einfluss darauf, wer wohin fährt. ---
      Ebenso die GF respektive HL :
      --- Sollte die Situation nachweislich unhaltbar werden, und die Verantwortlichen reagieren nicht mit einer Pflegevertragskündigung, so kann eine - in Folge - geschädigte Pflegekraft (vorsichtg formuliert) recht teuer werden. ---

      Antwort
  7. Wooky

    Das Thema Gewalt gegen Pflegekräfte wird leider auch an den Pflegeschulen viel zu wenig thematisiert. Junge Pflegekräfte sind daher oft völlig unvorbereitet, wenn einem Demenzkranken die Sicherungen durchknallen. Da darf man sich über das häufige "early Exit" in der Pflege ("Flucht aus dem Job") nicht wundern.

    Die Idee mit den Rollenspielen finde ich gut. Das setzt voraus, dass die Rolle des aggressiven Demenzkranken von einer Pflegekraft übernommen wird, die das alles selbst erlebt hat.

    Antwort
  8. Cheesburger ohne Käse

    @ Redaktion.

    Zitat aus dem Standard:
    "Im Zweifel werden wir die Versorgung solcher [aggressiven] Senioren ablehnen. Unsere Mitarbeiter haben ein Recht darauf, ihre Arbeit ohne Angst vor Gewalt zu leisten."

    Das geht an der Wirklichkeit vor. Die meisten Pflegedienst akzeptieren jeden Patienten, egal ob er schlägt, kratzt, beißt oder grapscht. Das Wohlergehen der Pflegekraft ist Nebensache, solange das Geld eingeht.

    Noch so ein Zitat:
    "Per Telefon informiert die Pflegekraft die Pflegedienstleitung. Ggf. werden weitere Mitarbeiter herbeigerufen."

    Haha! Im besten Fall raunzt die PDL: "Stell dich nicht so an! Die Kollegen schaffen die Tour ja auch". (Mit Burnout und blauen Flecken)

    Antwort
    1. Greg

      Wenn Du nicht unbedingt in der brandenburigen Walachei oder in Niemandsland zwischen den Nordseedeichen lebst, sollte es für eine exam. Pk kein Problem sein, so einem AG "Adieu" zu sagen und woanders anzufangen.

      Antwort
      1. Frieda

        Moin Greg !
        Ik lev anne Diek. daar is mien Familie, un um dat kunn ik daar ok nich wech.

        @ Cheesburger ohne Käse
        Deinen Beitrag kann ich nur unterschreiben.

        Antwort
    2. Wooky

      Gewalt geht nicht zwangsläufig von Demenzkranken aus. Wenn Männer es das ganze Leben gewohnt waren, dass Frauen kuschen, ändert sich das im Alter nicht. Dafür braucht es dann kein Alzheimer mehr. In bestimmten Milieus ist häusliche Gewalt eher die Regel als die Ausnahmen.

      Antwort
  9. Martin

    Ich sehe das Projekt eher skeptisch. Demenz ist ein so komplexes Thema, dass es sich wissenschaftlich nicht fassen lässt; auf den knapp 150 Seiten eines Expertenstandards schon mal gar nicht. Im Umgang mit Alzheimerpatienten werden Studien nichts nützen, weil jeder Betroffene "anders dement" ist und auf individuell unterschiedliche Stimuli reagiert.

    Hier kann uns nur das gute alte Bauchgefühl weiterbringen, das man nach zehn oder mehr Jahren im Job (hoffentlich) entwickelt.

    Antwort
    1. Cheesburger ohne Käse

      Das stimmt natürlich. Aber auch bei der Demenz gilt der Grundsatz, dass nicht jeder so pflege kann, wie er glaubt, dass er schon richtig ist.

      Angesichts der riesigen Zahl an Betroffenen sollte es doch möglich sein, zumindest die wichtigen Instrumente wissenschaftlich zu untersuchen. Wir würden dann endlich wissen, welche Instrumente wirklich effektivi sind und welche wir nur für effektiv halten. Snoezelen etwa findet sich Jahr für Jahr in den Schulbüchern wieder.

      Das wäre so, als würde ich privat ein Blutdruckmedikament zusammenmixen und auf den Markt werden, obwohl ich keinen Schimmer davon habe, ob es hilft oder schadet.

      Antwort
      1. Greg

        Für Validation und ROT gibt es auch rel. wenig wissenschaftliche Studien. Aber dass diese Werkzeuge funktionieren, kann niemand bestreiten, der mit offenen Augen unterwegs ist.

        Antwort
    2. Wooky

      Die meisten Experstandard haben eine Praxistauglichkeit nahe dem Gefrierpunkt. Ob der neue Expertenstandard eine Ausnahme ist? Wer's glaubt, wird seelig.

      Antwort
  10. Frieda

    Hmmmm.......

    Diese 10 Minuten-Aktivierung sollte nicht zu weltfremd sein und dem Bewohner/Patienten in seinem Alltag begegnen. Lässt sich gut mit HWV kombinieren: So`n Klönschnack (Gespräch) während man Geschirr spült (und der Bewohner abtrocknet) oder man Schuhe putzt (und der Bewohner poliert) ...

    Antwort
    1. Martin

      Hier zeigen sich die vielen Schnittmengen zwischen der 10-Minuten-Aktivierung und dem Realitäts-Orientierungs-Training. "Snoezelen" hingegen basiert eher auf dem Prinzip der Validation.

      Antwort
      1. Frieda

        Wobei sich ROT und Validation nicht ausschliessen.
        Ein gesundes Mittelmass orientiert sich an der Tagesform des Bewohners.
        Wo - bitteschön - wäre unsere Fachlichkeit mehr gefordert?
        Wenn ich mich von Plänen und Theorien abhängig mache,
        lande ich in einer "Bewohner-abfeudel-Kolonne".
        Natürlich ist da "Schwund" bei: Wenn der Bewohner die Kompressionsbinden in ein Krähennest verwandelt statt sie aufzuwickeln (dementen Ulcus-cruris-Patienten gebe ich gerne die Pütterbinden in die Hand. Dann kann ich unangefochten den Wundverband wechseln),
        wenn die Schuhcreme ...
        (Schuhcreme bekommt man am Besten mit Zahnpasta weg)
        oder mal ein Teller "parterre" geht .... So what ???

        Antwort
        1. Martin

          Hui! Pflegewissenschaft gegen Pflegepraxis!

          In den ganzen Büchern zum Thema ROT und Validation steht, dass die Konzepte nicht vermischt werden sollten. Entweder das eine oder das andere. Aber nicht gleichzeitig. Reinheitsgebot in der Pflege gewissermaßen. 😉

          Antwort
          1. Frieda

            In erster Linie orientiere ich mich an meinem Bewohner.

            Wenn der seinen lichten Moment hat, und ich komme ihm mit Validation, fühlt er sich vera..., und wir haben einen Konflikt.
            Umgekehrt komme ich mit ROT nicht weiter, wenn er in seiner Welt versunken ist.

            Diese Bücher/Theorien gehen offenbar von einem Bewohner in einem definierten und konstanten Stadium der Demenz aus.

            In der ambulanten begegne ich meist der Übergangsformen zwischen zeitweise voll orientiert und 24 Std/d aufsichtspflichtig. Die Verlaufsform ist selten konstant.

            Den einen Tag hast Du Radler und den nächsten Strohrum.
            Wenn sich die Bewohner an das Reinheitsgebot halten würden, könnte ich mit einem Konzept auskommen, und ihnen trotzdem gerecht werden.

  11. Cheesburger ohne Käse

    Zitat aus dem Standard: "Es ist uns bewusst, dass die Wirkungsweise von SET zwar in der Praxis sichtbar ist, es allerdings nur wenig wissenschaftlich-statistische Forschung zu diesem Thema gibt."

    Das ist gut formuliert. Meiner Ansicht nach ist Snozelen der blanke Humbug. Unwirksamer Hokuspokus.

    Antwort
    1. Martin

      Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Wir setzen Snozelen seit Jahren erfolgreich ein. Der "Erfolg" lässt sich natürlich nicht in Skalen erfassen. Er ist aber sehr wohl spürbar.

      Antwort
    2. "Alte Pflegerin"

      Ich finde das Snoezeln in der Arbeit mit geistig- behinderten Kindern und jungen Erwachsenen sinnvoll und gut.
      In der Altenpflege kennen das die Bewohner nicht und reagieren oft aufgeregt und unsicher oder gar ängstlich.
      Dazu muss dann ja auch die passende Räumlichkeit vorhanden sein. D.h. im Umkehrschluss ein potentielles Bewohnerzimmer bleibt frei.
      Bei uns nicht drin, dafür sind wir zu klein.
      Liebe Grüße die "Alte Pflegerin"

      Antwort
    1. Paul

      Das macht Sinn. Man kann da nur gewinnen. Wenn die "Einstufung" nicht passt, versucht man es in acht Wochen halt mit einer "Eingradung":

      Antwort
  12. irene

    Bei uns läuft es eigentlich ganz gut kann nur langsam keine Volkslieder mehr hören.
    Hoch demente werden zu wenig integriert bzw getan da sind unsere Damen Beratung resistent.
    Alles da aber wird teilweise nicht eingesetzt z.B. Klangkissen,
    Was mich am meisten nervt wenn die Beschäftigung Basalt stummulatin abzeichnet was ein Witt

    Antwort
    1. Greg

      Dass alte Menschen pauschal Volksmusik mögen, ist ein Mythos. Ich sehe es schon kommen. Wenn ich eines Tages dement im Pflegeheim liege, kramt eine eifrige Pflegekraft die Musik raus, von der sie glaubt, dass ich sie hören möchte. Und was gibt es?

      Scooter - How much is the fish!

      und dann:

      DJ BoBo - There ist an Party

      und dann:

      DJ Ötzi - Ein Stern

      (grauenhaft)

      Antwort
      1. BigM

        Mit etwas Mühe lässt sich dieses Problem aber lösen. Jeder von uns hat eine Platten-, CD- oder (neuerdings!) MP3-Sammlung. Wenn die beim Heimeinzug nicht beim Trödler entsorgt wurde, gibt es hier alle notwendigen Informationen.

        Will sagen: Wenn ein Bewohner Jazz-CDs im Rack stehen hat, ich aber Marianne Rosenberg auflege, dann kann das natürlich klappen.

        Antwort
    2. Paul

      Oder noch besser: Snoezelen. (Oder wie es so schön heißt: Die Dementen-Disko.)

      Das wurde niemals von irgendjemanden auch nur ansatzweise erforscht. Aber eine mangelnde wissenschaftliche Basis hat ja in der Pflege niemals jemanden gekratzt.

      Antwort
  13. Anonymous

    Aktivierung und Betreuung? Ein Witz! Die Praktikantin bekommt ein Gesangbuch und den CD-Spieler in die Hand gedruckt. Und dann: Mach mal. Ergotherapeuten und Sozialpädagogen? Ja, klar. Auf der Homepage und im Werbeflyer. Aber nicht im "real live". Es gibt mehr Geld? Glaube ich sowieso nicht. Und wenn doch, wird es bestimmt nicht für die Betreuung ausgegeben, sondern für die Autowäsche vom Firmenbenz.

    Antwort
    1. BigM

      Eine so lieblose Betreuung ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Hier muss in jedem Fall der Heimbeirat aktiv werden. In einer guten Einrichtung soll es eine entsprechend geschulte Leitung der Sozialen Betreuung geben. Sowieso ist das Singen und Musik machen nur ein kleiner Teil der Betreuung. Dazu kommen ja noch Angebot wie "Nähen", "Kochen", "Zeitung lesen" usw.

      Da müssen die Angehörigen mit ins Boot geholt werden. Viele haben interessante Hobbies und Fähigkeiten.

      Antwort
      1. Anonymous

        Angehörige --- ach wat !?!
        Hätten die Zeit oder Lust, würden ganze Stationen der stationären Pflege leer stehen.
        Für eine individuelle Betreuungsplanung ist eine sorgfältige Biografie (auch eine Betreuungsleistung) unabdingbar, aber seit SIS de facto aus der Mode. (= weggespart)
        Und wer sind denn die ausgewiesenen Betreuungskräfte ? :
        (P)HK´s, die gerade abkömmlich sind (lt. Dienstplan) oder wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr voll am Bett eingesetzt werden können. Die werden zum Minimalkurs befohlen. Ob sie wollen oder geeignet sind, spielt keine Violine.
        Erinnert mich i´wie an die Frisörinnen, die zum Fußpflegelehrgang verdonnert werden. Die Ergebnisse sind für die Bewohner/Patienten gleichermaßen verheerend.

        Antwort

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