Pflegegrade und Demenz

standard-rhythmische-begleitung-neuBisher waren Demenzpatienten bei der Einstufung erheblich benachteiligt. Mit Einführung der Pflegegrade ab 2017 wird sich dieses grundlegend ändern. Doch die zusätzlichen Geldmittel gibt es nicht geschenkt. Im Gegenzug sollen die Aktivierung und die Beschäftigung verbessert werden. Vor allem gilt es, betroffene Senioren vor sozialer Isolation zu schützen.

Die Pflege von Senioren mit Demenz ist der Schwerpunkt in der nächsten Woche. Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps.

Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

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Standard "Musikbegleitung mit Rhythmusinstrumenten in der Tagespflege"
Version 2.05a - 2016
Stand: 29. Oktober 2016
Titelthema am 31. Oktober 2016
Zum Artikel

Standard "Singkreis"
Version 2.06c - 2016
Stand: 29. Oktober 2016
Titelthema am 31. Oktober 2016
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11 Gedanken zu “Pflegegrade und Demenz

  1. Harzfee

    Bei uns herrscht derzeit "Einstufungsfieber". So viele Pt. wie möglich sollten noch vor dem Jahreswechsel eingestuft werden.

    1. Paul

      Das macht Sinn. Man kann da nur gewinnen. Wenn die "Einstufung" nicht passt, versucht man es in acht Wochen halt mit einer "Eingradung":

  2. irene

    Bei uns läuft es eigentlich ganz gut kann nur langsam keine Volkslieder mehr hören.
    Hoch demente werden zu wenig integriert bzw getan da sind unsere Damen Beratung resistent.
    Alles da aber wird teilweise nicht eingesetzt z.B. Klangkissen,
    Was mich am meisten nervt wenn die Beschäftigung Basalt stummulatin abzeichnet was ein Witt

    1. Greg

      Dass alte Menschen pauschal Volksmusik mögen, ist ein Mythos. Ich sehe es schon kommen. Wenn ich eines Tages dement im Pflegeheim liege, kramt eine eifrige Pflegekraft die Musik raus, von der sie glaubt, dass ich sie hören möchte. Und was gibt es?

      Scooter - How much is the fish!

      und dann:

      DJ BoBo - There ist an Party

      und dann:

      DJ Ötzi - Ein Stern

      (grauenhaft)

      1. BigM

        Mit etwas Mühe lässt sich dieses Problem aber lösen. Jeder von uns hat eine Platten-, CD- oder (neuerdings!) MP3-Sammlung. Wenn die beim Heimeinzug nicht beim Trödler entsorgt wurde, gibt es hier alle notwendigen Informationen.

        Will sagen: Wenn ein Bewohner Jazz-CDs im Rack stehen hat, ich aber Marianne Rosenberg auflege, dann kann das natürlich klappen.

    2. Paul

      Oder noch besser: Snoezelen. (Oder wie es so schön heißt: Die Dementen-Disko.)

      Das wurde niemals von irgendjemanden auch nur ansatzweise erforscht. Aber eine mangelnde wissenschaftliche Basis hat ja in der Pflege niemals jemanden gekratzt.

    3. BigM

      Aus diesem Grund sollten Angehörige integriert werden; etwa als Ehrenamtliche. Die kennen den Musikgeschmack am besten.

  3. Anonymous

    Aktivierung und Betreuung? Ein Witz! Die Praktikantin bekommt ein Gesangbuch und den CD-Spieler in die Hand gedruckt. Und dann: Mach mal. Ergotherapeuten und Sozialpädagogen? Ja, klar. Auf der Homepage und im Werbeflyer. Aber nicht im "real live". Es gibt mehr Geld? Glaube ich sowieso nicht. Und wenn doch, wird es bestimmt nicht für die Betreuung ausgegeben, sondern für die Autowäsche vom Firmenbenz.

    1. BigM

      Eine so lieblose Betreuung ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Hier muss in jedem Fall der Heimbeirat aktiv werden. In einer guten Einrichtung soll es eine entsprechend geschulte Leitung der Sozialen Betreuung geben. Sowieso ist das Singen und Musik machen nur ein kleiner Teil der Betreuung. Dazu kommen ja noch Angebot wie "Nähen", "Kochen", "Zeitung lesen" usw.

      Da müssen die Angehörigen mit ins Boot geholt werden. Viele haben interessante Hobbies und Fähigkeiten.

      1. Anonymous

        Angehörige --- ach wat !?!
        Hätten die Zeit oder Lust, würden ganze Stationen der stationären Pflege leer stehen.
        Für eine individuelle Betreuungsplanung ist eine sorgfältige Biografie (auch eine Betreuungsleistung) unabdingbar, aber seit SIS de facto aus der Mode. (= weggespart)
        Und wer sind denn die ausgewiesenen Betreuungskräfte ? :
        (P)HK´s, die gerade abkömmlich sind (lt. Dienstplan) oder wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr voll am Bett eingesetzt werden können. Die werden zum Minimalkurs befohlen. Ob sie wollen oder geeignet sind, spielt keine Violine.
        Erinnert mich i´wie an die Frisörinnen, die zum Fußpflegelehrgang verdonnert werden. Die Ergebnisse sind für die Bewohner/Patienten gleichermaßen verheerend.

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