SIS oder AEDL?

Fast die Hälfte aller Pflegeteams arbeitet inzwischen mit dem neuen Strukturmodell / SIS. Viele ambulante und stationäre Einrichtungen werden jedoch auf absehbare Zeit nicht umsteigen. Denn es ist längst nicht sicher, dass sich der erhebliche organisatorische Einsatz langfristig auszahlen wird. Tatsächlich lässt sich auch das AEDL-System mit etwas Aufwand erheblich optimieren. Dieses zeigen wir Ihnen in dieser Woche für beide Modelle anhand der Maßnahmen- und Pflegeplanung.

Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps. Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

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Standardmaßnahmenplan "koronare Herzkrankheit" (SIS)
Version 3.06a - 2017
Stand: 15. Januar 2017
Titelthema: 16. Januar 2017
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Standardpflegeplan "koronare Herzkrankheit" (AEDL)
Version 3.05 - 2017
Stand: 15. Januar 2017
Titelthema: 16. Januar 2017
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13 Gedanken zu “SIS oder AEDL?

  1. Frieda

    Am Wochenthema hängen auf der Startseite auch Pläne für P-p-p-prostata.

    Auch (und gerade) Männer haben so ihre Schwierigkeiten über "diese Dinge" zu sprechen. Viele Stationen haben gar kein männliches Pflegepersonal, und mit seiner HausärztIN zu sprechen ....

    Fallbeispiel : Hr. Dreyer mag nicht mit Frauen über Männerleiden sprechen.

    Maßnahmen : "Wir leihen uns einen Pfleger von der Nachbarstation für ein "Männergespräch" aus. "
    "Wir bitten die Hausärztin um eine Überweisung zum "Männerarzt"."

    Würde die Pläne doch hübsch abrunden !?!

    1. Claudia

      Aus genau diesem Grund vermisse ich die Zivis. Es gibt eben Themen, die ein alter Mann niemals mit einer Pflegeschülerin besprechen wird.

      1. Cheeseburger ohne Käse

        Der Zivildienst war nichts anderes als Zwangsarbeit. Entsprechend motiviert waren auch viele Wehrdienstverweiger.

    2. Cheeseburger ohne Käse

      Ein Pfleger von der Nachbarstation? Aber nur mit viel Glück. Ich kenne große Pflegeteams, die kommen vollständig ohne Y-Chromosomen aus. Nur Frauen. Die Vorstellung, als einziger Mann in einem rein weiblichen Team zu arbeiten, ist ohnehin nur auf den ersten Blick verlockend.

    3. BigM

      Ok. Dann kommt also ein wildfremder Mann von der Nachbarstation zu mir und will mit mir über meinen Schniepel sprechen. Da würde ich mein Glück dann doch lieber mit meiner Bezugspflegekraft probieren.

  2. Frieda

    N´paar Gedanken zum St.: "KHK"

    - Betablocker: + Sturzgefahr

    - DDg: Mit zunehmenden Alter des Bewohners nimmt die Bereitschaft des Arztes zur Differentialdiagnose umgekehrt proportional ab. (KHK oder Insuff? Egal.)
    - Den Digitalisspiegel zu kontrollieren kostet unnütz Geld und Arbeit.
    (Die Stürze und die Verwirrtheit werden halt dem Alter zugeschrieben.)

    - Salzarme Kost + Diuretika = Gefahr der Exikose.
    (Da hilft eine erhöhte Trinkmenge höchstens bei der Mobilisierung)

    - "Nitratpause" u.ä. wird nur vom Arzt angeordnet.
    Wir planen sie nicht selbstständig ein, sondern regen sie an.

    - Blutverdünner: Bei KHK bekommen die Bewohner häufig Marcumar, Xalerto und Komplizen. Ein Querverweis kann nicht schaden. (-Vitale Funktionen)

  3. Paul

    In unserem Umfeld fahren viele Häuser zweigleisig. Bei schon länger dort wohnenden Senioren wird nach AEDL dokumentiert. Bei den Neuzugängen nutzen sie gleich SIS. Das scheint gut zu funktionieren.

    1. Cheeseburger ohne Käse

      Da ist nur für den Übergang sinnvoll. Ansonsten droht ein Chaos der Extraklasse.

  4. L.

    Ich finde, dass die Anforderungen an die schriftsprachlichen Kompetenzen beim neuen Strukturmodell viel zu hoch sind. Vorher sollten PKs primär AEDL abhacken. Das schafften auch Mitarbeiter aus dem Ausland, wenn auch manchmal mit Hängen und Würgen. Jetzt sollen sie halbe Romane verfassen. Das kann so nicht laufen.

    Kopfschüttelnde Grüße,

    L.

    1. Paul

      Ich glaube, man sollte Pflegekräften schon zutrauen, dass sie einen graden Satz formulieren können. Der MDK interessiert sich nicht für Rechtschreibung und Grammatik. Es muss alles drin stehen, was wichtig ist. Das reicht.

      1. Anonymous

        Also weiter wie bisher:
        Bei der Übergabe berichtet die Pflegekraft; die Schichtleitung schreibt mit, und die Pflegekraft macht ihr Kreuz dahinter.
        Das mit dem Schreiben ist halt nicht jedem gegeben.

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