Vom Schlag getroffen!

hintergrund-standardmassnahmenplan-apoplexBei einem Schlaganfall ist Zeit stets der kritische Faktor. Direkt nach dem Hirnschlag entscheiden die ersten zwanzig Minuten darüber, ob der Betroffene überlebt. Das zweite Zeitfenster sind die zwölf Monate direkt nach dem Insult. Denn nach einem Jahr gilt ein Patient als "austherapiert". Alle Fähigkeiten, die bis dahin nicht zurückgewonnen wurden, bleiben zumeist für immer verloren.

Die Pflege von Senioren mit Apoplexie ist der Schwerpunkt in der nächsten Woche. Wir freuen uns auf Kritik, Verbesserungsvorschläge und Praxistipps.

Sie können uns Ihre Einschätzung per eMail an info@pqsg.de senden oder direkt hier in den Blog posten.

Noch zwei Hinweise:

  • Die Diskussionsbeiträge sind nach Aktualität von oben nach unten sortiert. Die neuesten Anworten erscheinen also oben.
  • Sie können auf Wunsch auch anonym auf diesen Beitrag antworten. Lassen Sie - falls gewünscht - die Felder "Name", "E-Mail-Adresse" sowie "Website" frei.

Standardmaßnahmenplan "Apoplexie"
Version 1.05c - 2016
Stand: 6. November 2016
Titelthema am 7. November 2016
Zum Artikel

Standardpflegeplan "Apoplexie"
Version 3.05a - 2016
Stand: 6. November 2016
Titelthema am 7. November 2016
Zum Artikel

6 Gedanken zu “Vom Schlag getroffen!

  1. Frieda

    - Sich bewegen/Neclektphänomen/"geparkt"
    Eine Glaubensfrage, ob die aktuelle Kommunikation oder das Bobath-Prinzip wichtiger ist. Kompromissvorschlag: Der Bewohner wird mit dem Rücken zu Wand BELASSEN. (Er ist - nachweislich - kein Auto.)

    - Essen & Trinken
    Praxistipp:
    Bei einer Faszialisparese erleichtert ein "Tape" am hängenden Mundwinkel oft die Nahrungsaufnahme. Wir verwenden durchsichtige Pflasterstreifen (z.B. Transpore) und belassen sie nur während der Mahlzeit.

    - Visuelle Wahrnehmung
    Je nach Position, Anzahl und Ausdehnung der Apoplexe kann das Gesichtsfeld unterschiedlich beeinträchtigt sein. Wir regen ggf. eine Überweisung zum Augenarzt an.

    - Für sichere Umgebung/Neclektphänomen/räumliche Orientierung & Selbstwahrnehmung
    Vollverspiegelte Schranktüren können dem Bew. ggf. eine bessere Orientierung verschaffen.

    1. BigM

      Ein Augenarzt kann da wohl wenig ausrichten. Die Schäden entstehen ja ganz woanders. Viel wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass das Auge auf der mehr betroffenen Seite mangels Lidschluss nicht austrocknet. Und natürlich muss man immer mit Enzündungen im mehr betroffenen Auge rechnen.

    2. Harzfee

      Ein besseres Wort als "parken" fällt mir jetzt aber auch nicht ein. "Abstellen" ist keine Alternative. 😉

  2. BigM

    Es lässt sich schon eine ganze Menge ausrichten, wenn der Arzt und die Krankenkasse mitziehen. Für den Klienten ist das Rehaprogramm natürlich stressig: Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie können schnell die ganze Wochenplanung bestimmen.

    1. Paul

      Es ist vor allem eine Schinderei. Nur die wenigsten haben den Biss, um sich wirklich wieder "an Deck" zu quälen. Die allermeisten geben irgendwann auf und akzeptieren die bleibende Behinderungen.

Kommentare sind geschlossen.